Chef der Bundesnetzagentuer will die Terminierungs-Entgelte angleichen und regulieren
Geplant ist der Eingriff schon länger, aber weil sich die Mobilfunkanbieter in keiner Weise einigen konnten, greift jetzt die Bundesnetzagentur zu härteren Bandagen und will per Gesetz die Terminierungsgebühren nach unten schrauben. Betroffen sind davon vor allem die beiden kleineren Anbieter O2 und E-Plus. Denn das Geschäft mit Telefonaten in fremde Netze bringt den Anbietern rund 10 bis 15 Prozent des kompletten Umsatzes. Es geht also um viel Geld!
Und bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Denn bisher konnten sich die vier Großen, also T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 stets einigen, wie die Preise festgesetzt werden. E-Plus und O2, die zwei kleinen unter den großen Anbietern in Deutschland, bekamen bisher 12,4 Cent/Minute für einen Anruf in ihr Netz, T-Mobile und Vodafone 11 Cent. Bei der letzten Verhandlung stellte sich E-Plus jedoch quer und nun will Matthias Kurth, Chef der Bundesnetzagentur, eine Regelung mit einem Gesetz erzwingen. Er ist überzeugt, dass auch Deutschland zu einer Regulierung fähig sein muss, da es im restlichen Europa doch auch funktioniere!
Trotzdem sieht er auch, das man auf die beiden kleineren Anbieter E-Plus und O2 Rücksicht nehmen muss. Der letzte Vorschlag, dass T-Mobile und Vodafone jeweils 9 Cent/Minute und E-Plus und O2 jeweils 11,5 Cent bekommen, war E-Plus nicht genug. Sie konterten mit einem drastischeren Angebot: 9 Cent/Minute für sich und O2, 5 Cent/Minute für die beiden Großen. Im Sommer diesen Jahres will Kurth das Problem gelöst und die Preise reguliert haben. Somit ist eines klar: der Sommer wird heiß - auch ohne Sonne!
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