VoIP ohne Computer oder Breitband-Netz: Mit JahJah lässt sich das Haustelefon ohne Umstellung oder Installation als VoIP-Endgerät nutzen. Einzige Bedingung: man muss aufs Internet zugreifen können, um einen Anruf zu initiieren.
Voice Over IP ist eine Realität werdende Zukunftstechnologie: wenn ohnehin alle Rechner dieser Welt übers Internet miteinander kommunizieren, warum sollte man dann noch eine teure Kupferleitung oder das Mobilfunknetz nutzen, um z.B. Verwandte in Übersee zu kontaktieren ?! Bislang scheiterten viele Interessenten noch an den Vorbedingungen: zwar ist ein internet-fähiger PC nicht zwangsläufig notwendig für die VoIP-Telefonie, ein DSL-Anschluss ist dagegen meistens obligatorische Voraussetzung.
Das amerikanische Unternehmen JaJah präsentiert nun eine VoIP-Lösung, wie sie einfacher kaum sein könnte. Man benötigt weder eine spezielle Software für seinen Rechner noch einen Breitband-Internetanschluss und auch ein unpraktisches Headset gehört dank JahJahs Service in die Mottenkiste. Nach der Anmeldung auf JahJah.com kann man mit seinem gewöhnlichen Hausanschluss (ISDN, T-Net etc.) von den niedrigen VoIP-Tarifen profitieren ! Das ganze funktioniert über einen Callback-Mechanismus: über die Web-Schnittstelle gibt man die Festnetz- oder Mobilfunknummer des gewünschten Gesprächspartners ein und erhält Tarifinformationen in Echtzeit. Nach einem Klick auf den CALL-Button ruft JaJah zunächst bei einem selbst an, eine freundliche Frauenstimme bittet kurz um Geduld, während der Internet-Anruf zum Gesprächspartner hergestellt wird. Hebt der ab, wird das Gespräch über die Internet-Server von JaJah aufgebaut.
Um den Dienst nutzen zu können, muss man sich bei JaJah registrieren und ggf. ein Guthabenkonto aufladen. Alternativ kann man sich auch zum Monatsende eine Rechnung schicken lassen. Profitieren kann man in erster Linie bei Telefonaten ins Ausland: ein Anruf von Deutschland in die USA kostet via JaJah gerade einmal 2 Cents pro Minute. Aber auch Anrufe im Ortsnetz können billiger werden. Während man im normalen T-Net tagsüber für ca. 3 Cent/Minute telefoniert, kostet der Anruf via JahJah nur 1,8 Cent. Gespräche zu Mobiltelefonen werden in der Regel mit 20 Cents verbucht - hier ist die Telekom je nach Netz des Gesprächspartners teilweise sogar billiger. Anders siehts aus, wenn sich das Handy im Ausland befindet: hier kann man unter Umständen teure Roaming-Kosten umgehen.
Weitere Features des neuen JahJah-Dienstes sind der Versand von SMS ins Handy- und Festnetz. Da die Client-Software vollständig webbasiert ist, können auch Nutzer eines GPRS- oder UMTS-fähigen Mobiltelefons von JaJahs VoIP-Dienst profitieren: über den Handy-Browser kann man auf das Frontend zugreifen und so einen Anruf initiieren, der unter Umständen deutlich billiger ausfällt als ein gewöhnliches Handy-Telefonat. Ein WiFi- oder SIP-Gateway fürs VoIPen ist damit völlig überflüssig. Wer nicht ausschließlich übers Web-Frontend auf JaJah zugreifen will, kann auch eine kleine Browser-Erweiterung herunterladen. Die funktioniert zum Beispiel im Mozilla Firefox und verlinkt Telefonnummern einer Website automatisch auf die Internettelefonie-Software. Eine Einzelaufstellung aller geführten Gespräche sowie ein Adressbuch für die wichtigsten Gesprächspartner gehören ebenfalls zum Funktionsumfang des JaJah-Webfrontends. Unser Fazit: Einfacher als mit JaJah kann man VoIP kaum nutzen!
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