Vodafone liefert das erste HSDPA-fähige Handy auf dem deutschen Markt aus. Dabei tastet man sich langsam an die volle Leistungsfähigkeit des UMTS-Upgrades heran: das Samsung SGH-ZV50 schafft bis zu 1,8 Mbit/s im Downstream.
Nachdem Vodafone erstsmals zur Cebit 2006 sein HSDPA-Netz der breiten Öffentlichkeit vorstellte, bietet der Betreiber nun als erster ein Handy an, mit dem man die schnelle Übertragungstechnik auch nutzen kann. Mit dem SGH-ZV50 von Samsung kann man - entsprechende Netzabdeckung vorausgesetzt - mit 1,8 Mbit/s durchs Netz surfen, etwa 6x so schnell wie mit herkömmlichem UMTS. Das Handy gibt sich flexibel: ist nur UMTS verfügbar, fällt es auf den 384 Kbit/s schnellen 3G-Standard zurück. Ist auch der regional nicht verfügbar, nutzt das ZV-50 eine herkömmliche GPRS-Verbindung für den Datentransfer. Dank Triband-Technik (900, 1800 und 1900 MHz) ist es nahezu weltweit in GSM-Netzen einsetzbar.
Doch auch abseits der Übertragungsstandards kann das Klapphandy überzeugen. 105 Gramm wiegt das 90x45x22,8 Millimeter große Handy und mit dem gewohnten Silberlack Samsungs überzogen. Das schwarze Tastenfeld erinnert an die Dauerbrennermodelle Z500 oder E720, ein Außendisplay und Funktionstasten auf der Außenklappe hilft bei der Bedienung des MP3-Players. Üblicherweise bedient man das ZV50 mit Hilfe eines diagonal 2 Zoll großen QVGA-Displays, das auf 240x320 Pixeln 262.144 Farben darstellt. Die integrierte 2-Megapixel-Kamera schießt Fotos mit einer Auflösung von bis zu 1600 x 1200 Bildpunkten, ihre Linse wurde auf der Oberseite des Folders verbaut, Videotelefonate führt man über eine nach innen gerichtete VGA-Cam. Videos lassen sich in einer Auflösung von 240x320 Pixeln aufnehmen und ein digitaler 4fach-Zoom holt das Geschehen - wenngleich verpixelt - dichter an den Betrachter heran.
Bewährte PIM- und Telefon-Funktionen runden das Paket ab, eine Diktierfunktion erlaubt es beispielsweise, das Gerät als Sprachrekorder zu nutzen. Die Daten werden alle im internen, 30MB großen Speicher abgelegt. Nutzt man MP3-Player oder Kamera intensiver, lässt der sich durch MicroSD-Karten aufrüsten; eine Karte mit 64 MB legt der Hersteller ab Werk bei.
Daten überträgt das Samsung SGH-ZV50 sowohl über ein USB2.0-Datenkabel als auch über Bluetooth. Die wahrscheinlich sinnvollste Verwendung für HSDPA ist nebem mobilem Fernsehen oder der Videotelefonie die Möglichkeit, das Handy über Bluetooth (DUN) oder USB an ein Notebook angeschlossen als Modem für Surftouren ins World Wide Web zu nutzen. Der Akku hat eine Kapazität von 900mAh und schafft nach Herstellerangaben bis zu 200 Stunden im Standby und 2,5 Stunden Sprechzeit. Das Gerät wird ab sofort in Deutschland exklusiv über Vodafone vertrieben und kostet ohne Vertrag stattliche 799,50 Euro. Wer von der neuen HSDPA-Geschwindigkeit profitieren will, sollte sich daher besser für ein Angebot mit Vertragsbindung entscheiden: in Verbindung mit einem UMTS-MinutenPaket Plus 200 kostet das SGH-ZV50 €229,50. Bucht man zusätzlich die für PowerUser gedachte HSDPA-Datenflatrate WebConnect Fair Flat National, bekommt man das Gerät für €179,90, zahlt aber €49,30 pro Monat für über 5GB enthaltenes Datentransfervolumen.
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