T-Mobile rechnet für die kommenden Jahre mit einem Rückgang der Margen im Mobilfunkgeschäft.
Philipp Humm, Chef von T-Mobile, rechnet in den nächsten Monaten mit einem Umsatzrückgang auf dem deutschen Mobilfunkmarkt. Vor allem "Überkapazitäten und viel Spielraum auf der Preisseite" in Deutschland tragen laut Humm ihren Beitrag dazu bei. In den kommenden Jahren prophezeit er zudem ein Wachstum von lediglich etwa drei Prozent – allerdings allein wegen Datendiensten.
Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Preise für deutsche Mobiltelefonie um etwas mehr als 12 Prozent. Hauptanteil an dieser Entwicklung haben die Mobilfunk-Discounter, deren Angebote von Gesprächen ab 14 Cent pro Minute für innerdeutsche Gespräche den etablierten Anbietern die Kunden "abluchsen". Eingeschränkte Services und Roaming-Kostenfallen werden dabei zu Gunsten der Discounter oftmals außer Acht gelassen. Aufgrund der kompletten Marktsättigung bleibt den konkurrierenden Anbieter also nur noch das Abwerben der Kunden ihrer Mitkonkurrenten, um noch nennenswert wachsen zu können.
Bis ins Frühjahr 2007 seien die Anbieter laut Humm im Moment beschäftigt, ihre Preismodelle umzustellen – bis dahin würden die Umsätze und Margen wieterhin fallen. Umsatzeinbußen aufgrund der EU-Regulierungsvorhaben in Sachen Auslandstelefonie kämen außerdem erschwerend hinzu. Eine Änderung vom Nutzungsverhalten ihrer Kunden wäre daher von seiten der Anbieter nötig. "Nirgendwo in Europa wird weniger telefoniert, nirgendwo sind die Umsätze pro Kunden so niedrig wie in Deutschland", klagte Humm. Das müsse ein Ende haben: "Die Kunden sollen so viel telefonieren, wie sie möchten, ohne sich Gedanken um die Kosten machen zu müssen."
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