Neuf bietet in Frankreich ein Dual-Mode-Handy mit Vertrag an. Das "Twin" genannte Mobiltelefon beherrscht sowohl Triband-GSM als auch WLan.
Während hierzulande die Mobilfunkbetreiber um ihre Marktanteile fürchten, zeigen unsere Nachbarn neue Möglichkeiten. In Frankreich bietet der Netzbetreiber und Internet-Anbieter Neuf ein Dual-Mode-Handy auf Linux-Basis an. Mit diesem kann man über das Netz und die WLAN-Hotspots von NEUF telefonieren oder surfen.
Neufs Dual Mode Telefon "Twin" ist eine gebrandete Version des Winstron NeWeb GW1, welches in diesem Quartal in Europa auf den Markt kommen sollte. Der schwarze oder silberne Barren ist mit 106 x 44 x 18 Millimeter etwas kleiner als vergleichbare Geräte und mit 95 Gramm verhältnismäßig leicht. Das 2 Zoll große TFT-Display kann 262.144 Farben auf 176 x 220 Pixel darstellen; leider nicht von selbst gemachten Bildern - eine Kamera besitzt dieses Handy nicht.
Inntern findet sich der Linuxkernel 2.6, das Grafik-Interface hingegen kommt von Trolltech (QPE 2.2). Die Entwickler haben dem Twin eine PIM-Suite mitgegeben, SIP-basiertes VoIP, den Internet-Browser Opera, E-Mail per POP3 und SMTP, eine Spracheingabe sowie eine Diktierfunktion und für die Entspannung zwischendurch einen MP3-Player mit der Möglichkeit, Playlisten zu erstellen.
Zu den technischen Daten halten sich sowohl Hersteller als auch Anbieter des Handys zurück, ebenso zu Verbindungsmöglichkeiten wie Infrarot oder Bluetooth. Im GSM-Netzwerk funkt das Gerät auf den Frequenzen 900, 1800 und 1900 MHz und beherrscht WLAN im 802.11b-Standard (11 Mbit/s). Das Mobiltelefon wird mit einem 1000 mAh starken Akku ausgeliefert, der eine Standby-Zeit von 200 Stunden im GSM-Netz und 50 Stunden im WLAN-Netz ermöglichen soll. Die Sprechzeiten gibt der Anbieter mit jeweils 4 Stunden an. Neuf verkauft das Dual-Mode-Handy sowohl ohne Vertrag (für 199,90 Euro) als auch mit Vertrag (1 Euro).
Neuf bietet in Frankreich ein virtuelles Mobilfunknetzwerk an, indem es sich in die Netzwerke anderer Mobilfunkanbieter einmietet. Weiterhin verkauft der Betreiber Breitband-Internetzugänge an Endkunden und hat nach eigenen Aussagen etwa 32.000 WLAN-Hotspots weltweit.
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