Benq-Siemens und die IG Metall haben eine Einigung für die Werke Kamp-Lintfort und Bocholt gefunden. Demnach soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
BenQ Mobile und die IG Metall haben eine Tarifeinigung für die rund 1900 Beschäftigten in den Werken Kamp-Lintfort und Bocholt erzielt. Demnach sollen im Zuge einer Umstrukturierung betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden, der Ergänzungstarifvertrag, der bereits seit zwei Jahren läuft, wurde wie geplant bis zum Jahresende verlängert.
Clemens Joos, Geschäftsführer von BenQ-Mobile, äußerte sich positiv: "Die schnelle Einigung zur Verlängerung des Ergänzungsvertrags war ein wichtiger Schritt, um Spiel und Planungssicherheit zu gewinnen". Auch in den Reihen der IG Metall gibt man sich erleichtert. So wäre der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen das wichtigste Kriterium bei den Verhandlungen gewesen. Außerdem sollen die Angestellten, welche vom 1. Oktober 2005 bis zum 31. Dezember 2006 in den Werken beschäftigt sind, eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von 900 Euro erhalten.
Für das laufende Jahr rechnet der Hersteller mit einem positiven Ergebnis. Noch im Oktober 2005 hatte der Hersteller mitgeteilt, er erwarte bis 2008 einen weitweiten Marktanteil von zehn Prozent. Mit derzeit 3,5 Prozent aller weltweit verkauften Mobiltelefone macht Benq-Siemens keine gute Figur, noch vor einem Jahr verzeichnete Gartner einen Marktanteil von 5,7 Prozent. Mit der Übernahme durch den taiwanischen Hersteller sollte die Handy-Marke Siemens neuen Antrieb erhalten, bislang ist zumindest bei den Marktzahlen nicht viel davon zu sehen.
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