Die Deutsche Telekom sieht in der Neuordnung der EU-Kommission zur Regulierung der TK-Marktes eine Verschärfung der Überwachung.
Die Deutsche Telekom ist nicht gut auf die Regulierungsbehörde der Europäischen Kommission zu sprechen. Wie heute ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, sei man "enttäuscht von dem Entwurf der EU-Kommission" hinsichtlich der Lockerung von Terminierungsentgelten. Demnach würden einige Bereiche, die von der Behörde künftig nicht mehr überwacht werden sollen, in einigen Ländern ohnehin nicht mehr reguliert, so etwa Auslandstelefonate aus Deutschland heraus. Hingegen sieht die Telekom beim Versand von Kurznachrichten eine Verschärfung der Regulierung; so hat die Behörde in diesem Bereich bereits eine Kontrollierung angekündigt.
Am kommenden Dienstag wird die Europäische Kommission einen Entwurf vorstellen, wonach die Anzahl der regulierten Märkte von derzeit 18 auf 11 gesenkt werden soll. Dabei steht das Großkundengeschäft im Mittelpunkt des Interesses von EU-Medienkommissarin Viviane Reding. Im Festnetz sei der Wettbewerb hingegen stark ausgprägt und bedürfe keiner Überwachung. Derweil wurde die Entwicklung vom Branchenverband VATM begrüßt: "In vielen Endkundenmärkten hat die Regulierung zu effizienzsteigerndem Wettbewerb mit verschiedenen Anbietern, Produktvielfalt und gesunkenen Preisen geführt", meint VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.
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