Analog zum Straßenverkehr denken die Briten nicht daran, sich an die Regeln oder Standards Europas zu halten. So auch beim mobilen Fernsehen: der DAB-/IP-basierte TV-Service BT Movio ist mit den hierzulande gebräuchlichen DMB-T oder DVB-H Lösungen gänzlich inkompatibel. Exklusiv für den britischen Markt stellt HTC ein erstes Smartphone vor, das den Fernsehstandard unterstützt.
TV-Handys werden uns in naher Zukunft noch viele begegnen. Auch der Smartphone-Markt wächst - immer mehr Möglichkeiten erschließen sich für den Endkunden. Einer der wichtigsten Player auf dem Markt der TV-fähigen Smartphones könnte der taiwanische Hersteller HTC werden, der bislang selbst kaum in Erscheinung tritt, den Markt für Windows-basierte Smartphones aber schon längst beherrscht (Prominente Vertreter: der XDA neo oder MDA Vario). Seit der Ankündigung des ersten TV-fähigen Windows-Smartphones des amerikanischen TV-Dienstleisters Modeo sind kaum zwei Monate vergangen, nun zeigt der HTC-Abnehmer Dopod seine Variante des TV-Handys mit Windows Mobile 5.0.
Das Gerät wird von HTC unter dem Codenamen "Monet" gefertigt und ist in erster Linie für den britischen Netzbetreiber Virgin Mobile konzipiert, der derzeit mit dem Rollout des Mobilfernsehens in Großbritannien beginnt. Dabei nutzt der Betreiber die hybride Übertragungstechnologie BT Movio, die Bild- und Tonsignale über ein DAB-Netzwerk und ein IP-Subsystem überträgt. Das HTC Monet ist das erste Smartphone überhaupt, das den BT Movio-Service empfangen kann und kommt in einem ziemlich unkonventionellen Design daher.
Für den TV-Empfänger verleiht HTC/Dopod dem Handy eine geschwungene Beule auf der rechten Seite, die ein unübersehbarer TV-Button zur Aktivierung des Dienstes ziert. Das Handy verfügt über einen 240x320 Pixel großen Farbscreen mit 2,2"-Bildschirmdiagonale, ist also etwas kleiner als das von Nokias Symbian-TV-Smartphone N92 mit 2,7 Zoll. Als Betriebssystem kommt Windwos Mobile 5.0 zum Einsatz, das auf einem OMAP750-Prozessor mit 201MHz sicherlich nicht seine höchste Leistung erreicht. 45MB Speicher stehen dem Nutzer ab Werk zur freien Verfügung, eine Kamera mit 1,3 Megapixeln Auflösung schießt abzugsreife Bilder und über Bluetooth oder einen Mini-USB-Port am unteren Rand des Gehäuses verbindet man das Handy mit einem PC. Gleich daneben findet man einen 3,5mm-Klinkenanschluss, sodass man das Monet auch mit herkömmlichen Kopfhörern betreiben kann.
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