Giesecke & Devrient und Nokia stellen eine sichere Applikationsmanagement-Lösung für NFC-fähige Endgeräte bereit.
Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Smart Cards, Giesecke & Devrient (G&D), wird in Zusammenarbeit mit Nokia ein Joint Venture gründen, welches Dienste für Near Field Communication-Systeme (NFC), etwa Kreditkartenfunktinalität oder elektronische Tickets, bereitstellen wird, die auf NFC-fähige Endgeräte heruntergeladen werden können. Im Mittelpunkt des NFC-Systems steht das Over-the-Air (OTA)-Management mobiler Anwendungen. Offiziell wird das Gemeinschaftsunternehmen im vierten Quartal 2006 seine Geschäftsfähigkeit aufnehmen.
"Mit der neuen Plattform und den auf ihr angebotenen Services verbinden wir zwei zukunftsweisende Technologien - Mobiltelefone und die sichere, kostenlose Smart Card Technologie", erklärt Dr. Karsten Ottenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung von G&D. "Giesecke & Devrient sieht in der sicheren Chip-Management Plattform weltweit ein großes Potenzial zur Erschließung neuer Märkte. Als Vorreiter sind wir gut positionniert". Das Joint Venture, an dem Nokia zu 43 Prozent beteiligt ist, wird eine sichere und flexible Serviceplattform anbieten und betreiben, die es ermöglicht, den Nutzern NFC-fähiger Endgeräte neue Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Sie wird auch einer neutralen Basis betrieben und Schnittstellen zu den IT-Systemen der Dienstanbieter haben, wie etwa Banken, die Kreditkarten ausgeben. Die Dienste werden für die NFC-fähigen Geräte aller Hersteller verfügbar und offen sein.
Sobald eine Anwendung sicher auf ein Handy geladen wurde, können Kunden durch einfaches Vorbeiziehen des Geräts an einem entsprechenden Lesegerät im Kassenbereich bezahlen. Die Technologie ist jedoch keine Neuheit: Bereits vor zwei Jahren kündigte Samsung an, seine Mobiltelefone mit Smart Cards ausstatten zu wollen, in Korea kommt NFC bereits erfolgreich zum Einsatz.
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