Nokia verklagt drei chinesische Unternehmen auf Unterlassung und Schadenersatz. Diese haben Kopien des 7260-Modells von Nokia produziert und vertrieben. Kernpunkt der Klage ist der Schutz des Designs des Nokia 7260.
China bietet Produzenten gute Möglichkeiten, aber auch große Risiken. Nirgends kann man so billig produzieren wie dort und nirgendwo sonst wird soviel plagiiert und kopiert wie in diesem Land. Das musste nun auch der finnische Handyhersteller Nokia erfahren, nachdem Modelle chinesischer Produzenten auf dem Markt auftauchten, die exakt wie das Designer-Handy Nokia 7260 aussahen, aber nicht vom Hersteller lizensiert waren. Deshalb hat Nokia eine Zivilklage gegen drei Unternehmen, zwei Produzenten und einen Distributor mit Sitz in Shenzhen, China, angestrengt. Das finnische Unternehmen macht insbesondere den Designschutz geltend und fordert die Einstellung der Produktion und des Vertriebes der Nachbauten. Weiterhin schließt Nokia auch Schadenersatz- und Kostenansprüche nicht aus. Die Klage wird am 12. Juli in Peking verhandelt.
Der Prozess könnte erfolgreich sein, wie das Beispiel Motorola zeigt. Motorola war im Januar juristisch gegen den koreanischen Hersteller KBT vorgegangen, weil dieser, vorrangig in China, Hong Kong und Taiwan, Mobiltelefone verkaufte, die den RAZR-Modellen sehr ähnlich waren. Auch hier war einer der Kernbestandteile der Klageschrift der Vorwurf, die Koreaner hätten widerrechtlich das Produktdesign von Motorola übernommen.
Zu einer Verhandlung vor Gericht kam es jedoch nie, weil beide Seiten sich im Mai schließlich außergerichtlich einigten. Motorola bekam das Zugeständnis von KBT, die RAZR-Plagiate weder weiter zu produzieren noch zu vertreiben. Über die anderen Bestandteile der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart.
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