In Korea kann man ab sofort drahtlos mit Highspeed-Datenraten von 50 Mbit/s mobil durch das Internet surfen. Der WiMAX-Ableger wurde zur kommerziellen Nutzung freigegeben und wird nun von zwei Unternehmen angeboten.
In Asien ticken die Uhren etwas schneller. Während in Europa und Amerika jahrelang um einen Standard für den drahtlosen Highspeed-Zugang WiMAX gerungen wurde und sich die Technik, zumindest in Europa, immer noch in der Testphase befindet, wurde in Korea knapp ein Jahr nach der Vorstellung ein Ableger, das WiBro (Wireless Broadband) jetzt für die kommerzielle Nutzung freigegeben. Sowohl der Breitband-Anbieter KT Corp. als auch der Mobilfunknetz-Betreiber SK Telecom Co. Ltd. bieten den auf Intel's WiMAX-Standard basierenden Service erstmal in Gebieten mit starker Nachfrage nach drahtlosem Netzzugang in und um Seoul an. Beide Unternehmen planen das Angebot bis Ende des Jahres auf ganz Seoul auszuweiten und bis 2008 auf das ganze Land.
WiBro bietet einen drahtlosen Zugang zum Internet über ein breitbandiges Funkspektrum mit einer Datenrate von bis zu 50 Mbit/s. Zum Vergleich, UMTS in Deutschland bietet Downloadraten bis zu 1,8 Mbit/s. Im Unterschied zu W-Lan-Hotspots beträgt der Funkradius einer Antenne bis zu einem Kilometer im Umkreis und man kann bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h noch im Internet surfen. Der Standard ist mit dem 2005 verabschiedeten WiMAX-Standard IEEE 802.16e kompatibel.
Geräte, die diesen Service nutzen können, sind allerdings noch rar gesät. Samsung hat zwar im letzten Jahr zwei PDA´s mit WiBro-Kompatibilität vorgestellt, sie scheinen aber noch nicht auf dem koreanischen Markt erhältlich zu sein. KT und SK Telecom bieten Kunden, die mit Highspeed drahtlos das Internet erkunden wollen, momentan nur eine PCMCIA-Karte für den Laptop an. Weitere Geräte sollen in den nächsten Monaten folgen.
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