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Autor: AreaMobile Redaktion | 06.07.2006 - 14:48 | 0

Das war nötig: Transparenz für Premium-Services!

Die vier großen Mobilfunkanbieter haben sich geeinigt, dass ab dem 1. Oktober neue Regeln die Kostenfallen bei Premium-Services durchsichtiger machen sollen!

Das war nötig: Transparenz für Premium-Services!

Die Teenager werden sich freuen und Eltern können wenigstens ein bißchen aufatmen: in München teilten Vertreter der vier großen Mobilfunkanbieter Vodafone, T-Mobile, O2 und E-Plus auf einer Pressekonferrenz mit, dass sie sich darauf geeinigt haben, bis zum 1. Oktober eine Art Ehrenkodex in Kraft treten zu lassen, der die undurchsichtíge Preisgestaltung bei den sogenannten Premium-Services kontrollieren soll. Es geht also um so lustige Dinge wie Download-Klingeltöne, Bildschirmschoner oder SMS-Chats, die den Kids Monat für Monat das Taschengeld rauben.

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Wäre gut: Kostenkontrolle für Kids

Bestellt sind diese Services einfach, schnell und meist unüberlegt. Auf den einschlägigen Teen-Sendern wie VIVA und MTV laufen die Werbungen dafür zu Hauf! Ob nun den aktuellen Charthit als Ringtone oder den süßen Hund, der in deinem Telefon rumschleckt als Displayhintergrund - das Angebot ist manigfaltig und das Kleingedruckte mit den Regeln dazu so klein, dass man es vor dem Fernseher bei der hektischen Flut an Bildern und Farben eigentlich nicht erkennen kann.

Die neuen Gesetze, verabschiedet in Form eines Ehrenkodex, sollen dem Tarif-Dschungel ein Ende bereiten! Die Unternehmen haben beschlossen, künftig nach Bestellung eines Klingelton-Abos, SMS-Dienstes oder Chats erst eine Kurznachricht mit genauen Preisinformationen an den Kunden zurück zu schicken. Erst wenn diese SMS dann bestätigt wurde, darf der Service freigegeben werden. Sehr hilfreich dürfte es auch sein, dass der Kunde künftig gewarnt werden soll, wenn die Rechnung 50 Euro im Monat übersteigt. Vereinfacht wird auch die Kündigung und Bestätigung eines SMS- und MMS-Abos: "Start", "Go", "Ja" oder "OK" starten ein Abo, mit dem Wort "Stop" und der Angabe des Dienstnamens können sie einheitlich wieder, entweder sofort oder nach Ablauf des vereinbarten Zeitraums, gelöscht werden. Nutzt ein Kunde sieben Tage lang seine Chatfunktionen nicht, so ist der Betreiber verpflichtet, sich per SMS nach dem Status zu erkundigen, bevor weiter fröhlich abkassiert wird.

Neben den großen Vier haben sich auch die Provider Talkline, Mobilcom und Debitel dazu bereit erklärt, an diesem Programm teilzunehmen. Was allerdings ein klein wenig überraschend war, ist die Zusage des Anbieters Jamba, der wegen seines aggressiven Verkaufsmodell immer wieder in die Kritik geraten war. Wahrscheinlich soll damit gezeigt werden, dass auch Jamba nicht Abzocke auf großem Fusse betreibt, sondern Services anbietet, für die sich der Kunde frei entscheiden kann und sich nicht sein Leben lang an Knüppelverträge damit bindet!

Einen Überblick über die kompletten Vereinbarungen kann man in Kürze auf den Internetseiten der Vertragsunterzeichner bekommen. Ein unabhängiger Treuhänder ist damit beauftragt worden, ein wachsames Auge darauf zu haben, ob die Anbieter denn ihre freiwilligen Selbstverpflichtungen auch brav einhalten. Sanktionen bei Verstoß sind nicht geplant, aber wer es wagt, der wird erst abgemahnt und dann von der Liste der Kodex-Partner gestrichen. Es empfiehlt sich also, diese Liste immer wieder zu checken und sich für einen der aufgeführten Anbieter zu entscheiden. So haben schwarze Schafe und fiese Abzocker hoffentlich ab dem 1. Oktober keine Chance mehr, sich lange zu halten...

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