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Autor: Rene Melzer | 11.07.2006 - 13:12 | 0

USA: Vergabe neuer GSM-Frequenzen geplant

Die Regierung der USA versteigert Frequenzen im Spektrum von 1710 bis 1755 MHz und 2110 bis 2155 MHz. Bieter in dem, als Auktion stattfindende, Vergabeverfahren sind unter anderem T-Mobile USA und Verizon Wireless, an dem Vodafone Anteile hält.

USA: Vergabe neuer GSM-Frequenzen geplant

Die USA wollen weitere Frequenzbänder für den Mobilfunk zur Verfügung stellen. Dazu gehören die Frequenzen zwischen 1710 und 1755 MHz, die ein Teil des GSM-1800-Bandes darstellen. Der Frequenzbereich von 1800 MHz stand dort bislang nicht für Handynetze zur Verfügung und wäre somit nach 850 MHz und 1900 MHz der dritte Frequenzbereich, der in den USA für GSM genutzt wird. Weiterhin möchte die Regierung einen Teil der Frequenzen im Bereich von 2110 bis 2155 MHz freigeben. Dieses Frequenzband wird in Europa für die UMTS-Datendienste genutzt.

Dualmode CDMA GSM-Gerät Samsung SCH-W109 frontal geschlossen

Dualmode CDMA/GSM-Gerät Samsung SCH-W109

Die Einrichtung des 1800er Fequenzbandes könnte den Mobilfunkstandard GSM in den USA noch populärer machen. Derzeit ist der inkompatible CDMA-Standard noch weit verbreitet. Die meisten Mobiltelefone werden jedoch für GSM entwickelt, so dass hier die Auswahl an attraktiven Handys wesentlich größer ist. Die Erweiterung um das 1800er Band wird die Auswahl auch in den USA nochmals erweitern. Anders ist es mit dem Frequenzspektrum von 2120 bis 2155 MHz: Es is wenig wahrscheinlich, dass die Anbieter ihre Sendeanlagen für diesen Bereich umrüsten. Die Funkfrequenzen werden im Rahmen einer Auktion, die am 9. August stattfindet, an den Meistbietenden versteigert.

Die Regierung erhofft sich damit Einnahmen zwischen acht und 15 Milliarden US-Dollar, insgesamt sind 252 Kurzanträge für die Zulassung zur Auktion bei der zuständigen Abteilung der FCC eingegangen. Davon haben 81 Anträge die Anforderungen der Behörde erfüllt, darunter auch T-Mobile und Verizon Wireless, an dem auch Vodafone Anteile hält. 171 Anträge, darunter auch der vom anderen Branchenriesen Cingular, wurden als unzureichend eingestuft. Die Bieter können ihre Anträge jedoch bis 18. Juli noch einmal überarbeiten.

Endgültig zur Auktion zugelassen werden die Antragsteller nach einer Vorauszahlung, die dem Mindestgebot entspricht. Dessen Höhe orientiert sich an der Bevölkerungsdichte der betreffenden Region. Für dichtbesiedelte Gebiete, wie die großen Städte an der West- oder Ostküste, müssen schon mal 16 Millionen US-Dollar (etwa 12,5 Millionen Euro) hinterlegt werden, für dünn besiedelte Landstriche liegt das Einstiegsgebot bei etwa einer halben Million US-Dollar (ca. 390.000 Euro).

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