Nach einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes M:Metrics sind die Smartphones von Nokia in Deutschland am beliebtesten. Doch nicht nur hierzulande stehen die Nokia-Modelle hoch im Kurs. Auch in Frankreich und Großbritannien belegen die mobilen Endgeräte der Finnen die ersten Plätze in der Rangliste der beliebtesten Smartphones. In den USA dagegen werden eher Palm Treo und Blackberrys bevorzugt. Allgemein hält sich die Begeisterung für die smarten Telefone jedoch in allen von M:Metrics untersuchten Ländern in Grenzen. In der Bundesrepublik nennen gerade einmal 5,8 Prozent aller befragten Handybesitzer ein solches Gerät ihr Eigen. Damit sind die Deutschen den Briten dicht auf den Fersen: dort besitzen 6,6 Prozent ein Smartphone. Die Franzosen zeigen deutlich weniger Interesse für die Highend-Geräte, lediglich 3,4 Prozent geben an, ein solches Gerät zu besitzen. Deutlichen Nachholbedarf zeigen die US-Amerikaner: Nur zwei Prozent aller Mobilfunkkunden entschieden sich bislang für ein Smartphone.
Wer jedoch erst einmal ein Smartphone besitzt, schöpft aus dem vollen multimedialen Angebot dieser Geräte. Sicherlich zählt das Abrufen von E-Mails an jedem beliebigen Ort und zu jeder Zeit, die Möglichkeit Termine auch unterwegs zu verwalten oder mit nützlichen Office-Programmen zu arbeiten, zu den am häufigsten benutzten Funktionen. Doch auch Musikhören, Videos abrufen oder sich mit mobilen Spielen zu vergnügen, sind nur einige der Möglichkeiten, die Smartphone-Besitzer gerne in Anspruch nehmen. Da überrascht es auch nicht, dass die Hybriden aus Mobiltelefon und PDA nicht mehr nur allein von Geschäftsleuten eingesetzt werden, die sich das berufliche Leben vereinfachen wollen.
Auch der Vergleich mit Besitzern normaler Handys zeigt, dass Smartphoner der Nutzung mobiler Anwendungen gegenüber wesentlich aufgeschlossener sind. So haben in Großbritannien 47,3 Prozent derjenigen, die einen der Kleinstrechner ihr Eigen nennen, innerhalb des Untersuchungszeitraumes Fotos oder Videos über ihr Gerät verschickt. Die Franzosen folgen mit immerhin 45,7 Prozent dichtauf. Etwas zurückhaltender verhalten sich die Deutschen. Gerade einmal 33,7 Prozent nutzten ihre Endgeräte für solche Zwecke. Im Gegensatz dazu hält sich das Interesse, bewegte oder unbewegte Bilder zu versenden, bei Besitzern einfacherer Handys in eher engen Grenzen. Gerade einmal 19,5 Prozent von ihnen nahmen in Deutschland diese Möglichkeit war. In Frankreich liegt der Wert mit 18,6 Prozent noch niedriger.
Deutliche Unterschiede sind auch beim Musikhören zu beobachten. Knapp ein Viertel aller britischen Smartphonebesitzer nutzen ihr Gerät, um Musik zu hören. Zum Vergleich: gerade einmal 5,8 Prozent der Besitzer klassischer Mobiltelefone machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Frankreich: 18,7 Prozent der Befragten lassen sich gerne in Klangwelten entführen. Das ist wesentlich mehr als der Marktdurchschnitt von 1,7 Prozent bei einfachen Geräten. Allerdings muss man hinzufügen, dass es den meisten Handys an der entsprechenden Ausstattung fehlte.
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