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Autor: Rene Melzer | 20.07.2006 - 09:00 | 0

GSMA: 2,5 GHz-Spektrum für 3G-Services

Die Vereinigung der GSM-Netzanbieter GSMA weist die Pläne der EU-Kommission zurück, das Erweiterungsband von 2,5 bis 2,69 GHz auch für nichtzertifizierte Dienste freizugeben.

GSMA: 2,5 GHz-Spektrum für 3G-Services

Die internationale Vereinigung der GSM-Netzbetreiber GSMA fordert von der EU den Frequenzbereich von 2,5 bis 2,69 GHz für UMTS-Dienste reserviert zu lassen. Sie befürchtet, dass die von der EU-Kommission geplante Freigabe des Frequenzspektrums für verschiedenste Dienste zur Ausbildung unterschiedlicher Nutzungsformen des Funkbandes in den einzelnen Ländern führen wird. Diese Segmentierung erschwert es den Herstellern, ihre Handymodelle und Netztechnik weltweit zu verkaufen und die durch die Massenproduktion entstehenden Kostenersparnisse an die Konsumenten weiterzugeben.

Das UMTS-Erweiterungsband soll ab 2008 zur Verfügung stehen und wird in allen europäischen und den meisten anderen Ländern die gleichen Frequenzbereiche abdecken. Von der WTO weltweit als IMT-2000-Familie spezifizierte Dienste, wie MobileTV, Video-Downloads und schneller Internetzugang via HSDPA, sollen auf dieses Band zugreifen dürfen. Die Brüsseler Behörde ist der Meinung, es seien bereits genügend Kapazitäten für 3G-Technologien, wie Mobile TV und UMTS, in den bestehenden 800 und 1900 MHz-Bändern reserviert und möchte den 2,5-GHz-Bereich auch für sogenannte "fixed-services", also Dienste, die ein Roaming nicht zulassen, freigeben. Die Eingrenzung dabei: diese Dienste dürfen nicht mehr Störungen im Frequenzband verursachen, als die von der WTO als IMT-2000-Familie festgelegten Technologien.

Der GSMA ist diese Sichtweise zu einfach. Sie hält dagegen, dass die 3G-Technologie noch zu jung sei um allein durch den Markt reguliert zu werden. Sollten sich außerdem mobile Services auf 3G-Basis durchsetzen, werden aller Wahrscheinlichkeit nach in naher Zukunft entweder zusätzliche Frequenzbänder nötig sein oder weitere Basisstationen. Die günstigere Option ist der Erwerb zusätzlicher Frequenzen. Die Harmonisierung der Angebote über das Erweiterungsband hätte auch Vorteile für die Kunden - deren Mobiltelefone wären dann auch im Ausland einsetzbar.

Die Gemeinschaft der GSM-Netzanbieter fürchtet insbesondere um die Märkte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Hier sind die Chancen für Mobilfunkanbieter noch am größten, da die kabelgebundene Infrastruktur häufig unterentwickelt ist. Allerdings sind die Kunden in diesen Märkten auch äußerst preissensibel. Die GSMA schätzt, dass die Fragmentierung des Frequenzbandes für unterschiedliche Dienste die Produktionskosten für ein Handy von derzeit etwa 30 US-$ auf 60 US-$ verdoppeln würde. Nach eigenen Studien gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der Durchdringung eines Marktes mit Handys und der ökonomischen Entwicklung dieses Landes.

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