58% aller Handy-Nutzer wissen nicht, welches Handy sie haben. Das wurmt die Netzbetreiber: ohne diese Kenntnis kommen die weitreichenden Errungenschaften von UMTS und MMS
Denken Sie einmal kurz darüber nach, welche Hersteller von Mobiltelefonen Sie kennen. Okwap sagt Ihnen etwas? Sagem auch? Und wie stehts mit Nokia? Lächerlich, diese Fragen in einem Fachmagazin zu stellen, aber wie eine von LogicaCMG in Auftrag gegebene Studie ermittelt hat, wissen 58% aller Mobiltelefonierer nicht, welches Handy sie sich beim Sprechen ans Ohr halten. Kein Wunder, sagen Sie: dann kann man das Logo ja auch nicht erkennen. Doch für die Mobilfunkindustrie könnte dieses Nichtwissen deutliche Nachteile haben. Die Servicelandschaft um Mobiltelefone ist mit Stichworten wie UMTS, GPRS und MMS, Videocalls, mobilem Webbrowsing und Push-Mail dermaßen in die Breite gegangen, dass kaum noch jemand weiß, wie und ob er die Dienste überhaupt mit seinem Handy erreichen kann.
Für die Anbieter wäre diese Kenntnis aber von deutlichem Vorteil, denn ein Callcenter-Agent kann einem Kunden kaum helfen, seinen MMS-Client zu konfigurieren, wenn der nicht einmal weiß, dass sein Handy von Nokia stammt und auf welche Betriebsplattform es aufsetzt.
42% aller Studienteilnehmer konnten exakt Name und Modell ihres Handys benennen, 49% kannten nur den Hersteller. Allerdings gibt es naturgemäß Verschiebungen der Studienergebnisse, wenn man nach dem Alter der Probanden fragt: Männliche Nutzer zwischen 15 und 34 Jahren konnten in den meisten Fällen ihr Mobiltelefon eindeutig identifizieren. Kein Wunder, dass diese Zielgruppe auch fortschrittlichere Datendienste wie MMS oder den Webbrowser bemüht: sie schafft es immerhin, sich die Features auch auf dem Handy einzurichten. 1:0 für Euch, Jungs.
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.