In Finnland wird die Zukunft getestet. Der finnische Handybauer Nokia hat in Oulu seinen ersten Feldversuch gestartet, um den UMA-Standard unter Realbedingungen zu erproben. UMA (Unlicensed Mobile Access) ist eine Abkürzung, die jeder im Hinterkopf behalten sollte, umschreibt sie doch nichts weniger, als den nahenden Abschied von der klassischen Festnetztelefonie.
In Finnland wird die Zukunft getestet. Der finnische Handybauer Nokia hat in Oulu seinen ersten Feldversuch gestartet, um den UMA-Standard unter Realbedingungen zu erproben. UMA (Unlicensed Mobile Access) ist eine Abkürzung, die jeder im Hinterkopf behalten sollte, umschreibt sie doch nichts weniger als den nahenden Abschied von der klassischen Festnetztelefonie.
Wenn hierzulande der Name Oulu fällt, dürften die meisten mehr an einen Sprachfehler als an einen Ort denken. Dabei ist Oulu mit ca. 130.000 Einwohnern die größte Stadt Nordfinnlands. In den nächsten 2 Monaten kann man hier einen Blick in die Zunkunft des Mobilfunks werfen. Denn UMA ermöglicht dem Handynutzer die Kommunikation über das klassische GSM-Netz und und über das Internet. Mit einem WLAN-Netz verbunden, kann man so etwa per VoIP telefonieren, der Wechsel zwischen festen IP-Netzwerken und GSM-Netz geschieht dabei völlig unbemerkt vom Nutzer im Hintergrund. Kunden können somit wesentlich günstiger telefonieren oder Daten abrufen, ohne das Handy ständig neu einstellen zu müssen. Soviel zur Theorie, doch wie sieht es in der Praxis aus? Genau das möchte man in Nordfinnland herausfinden. Für den Test spendierte Nokia 50 Familien in Oulu das UMA-Handy 6136. Die am Feldversuch beteiligte Stadtverwaltung stellte bereits im letzten Jahr zahlreiche WLAN-Hotspots im gesamten Stadtgebiet auf. Die Verfügbarkeit von WLAN und GSM ist die Grundvorraussetzung für UMA-Telefonie.
In Gebieten mit frei zugänglichen WLAN-Netzen, wie etwa in Oulu, dürfte UMA das Telefonieren revolutionieren: wozu noch einen Festnetzanschluss, wozu noch eine Kupferleitung ins Haus legen? Hier werden sich die Kommunikationsgewohnheiten der Nutzer genauso verändern wie die Infrastruktur der Netze. Die teure Kupferleitung in die Wohnung wird in naher Zukunft der Vergangenheit angehören, der Internetzugang ist dann kostenlos und der Unterschied zwischen Handy und Festnetztelefon wird verschwinden. In Finnland jetzt schon, in ein paar Jahren auch anderswo.
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