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Autor: Rene Melzer | 31.07.2006 - 13:14 | 0

Microsoft stellt Handy-PC für arme Länder in Aussicht

Microsoft entwickelt ein Handy, das auch als Basis für einen Billig-PC verwendet werden kann. Die Redmonder stellten einen Prototypen vor, der den schnöden Namen FonePlus erhielt. Das Gerät soll den Menschen in ärmeren Ländern Zugang zum Internet verschaffen.

Microsoft stellt Handy-PC für arme Länder in Aussicht
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Handys werden immer vielseitiger

Microsoft entwickelt ein Handy, das auch als Basis für einen Billig-PC verwendet werden kann. Die Redmonder stellten einen Prototypen vor, der den schnöden Namen FonePlus erhielt. Das Gerät soll Menschen in ärmeren Ländern Zugang zum Internet verschaffen. PCs sind in Entwicklungs- und Schwellenländern selten, die Anschaffungskosten dafür übersteigen bei weitem das Budget einer Durchschnittsfamilie. Wesentlich weiter verbreitet sind dagegen Fernsehgeräte und auch Mobiltelefone werden immer häufiger benutzt. Auf diese Komponenten baut auch Microsoft. Um aus dem Handy einen Computer zu machen, kombiniert das Unternehmen sein Windows-CE-Betriebssystem mit einem Mobiltelefon, welches mit Tastatur und Fernseher verbunden werden kann. Dem Unternehmen nach bietet das Gerät Internetzugang, kann E-Mails senden und empfangen und beherrscht die üblichen Office-Funktionen moderner Windows Mobiltelefone.

Den Anstoss zu dieser Idee gab eine Disskussion auf dem World Economic Forum im Januar. "Viele Menschen haben, so wie wir auch, über verschiedene Lösungen nachgedacht, um die Kosten eines Computers zu reduzieren", sagt Mundi, Microsoft Chief Research and Strategy Officer. "Eine der Sachen, die sich weltweit am stärktsten entwickeln, ist die Nutzung von Handys." Er fügte weiter hinzu, dass selbst in ärmeren Ländern viele Menschen ein Handy und einen Fernseher besitzen, sodass die Produktion eines Computers, der auf diesen Komponenten basiert, einfacher zu erreichen ist, als einen eigenständigen Billig-PC zu entwickeln. Ob der Prototyp jemals in die Serienproduktion geht, ist allerdings noch offen. Zunächst müsse man errechnen, ob diese finanzierbar sei.

Microsoft bastelt auch an weiteren Angeboten für arme Länder. So bieten die Redmonder schon jetzt ein "FlexGo"-Programm an, das zwar die Gesamtkosten für einen PC nicht verringert, diese aber mit einem Gebührensystem über einen größeren Zeitraum verteilt. Weiterhin wird eine Windows XP Starter Edition getestet.

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