E-Plus konnte im zweiten Quartal 2006 deutlich wachsen und legte sowohl beim Umsatz wie auch beim Gewinn deutlich zu. Zudem verzeichnete der Anbieter die meisten Neukunden in den drei Monaten von April bis Juni.
Der drittgrößte deutsche Netzbetreiber E-Plus hat heute seine aktuellen Zahlen für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal 2006 vorgelegt. Demnach konnte der Anbieter, der sich mit O2 in einem stetigen Wettkampf um den dritten Platz befindet, deutlich zulegen und sowohl den Umsatz wie auch den Überschuss steigern. Ebenso legte das Unternehmen bei den Kundenzahlen zu und verbuchte für den entsprechenden Zeitraum im Vergleich zu den anderen deutschen Netzbetreibern die meisten Neukunden.
Zum 30. Juni zählte E-Plus 11,85 Millionen Kunden, das sind 21 Prozent mehr, als noch ein Jahr zuvor. Mit insgesamt 410.000 Neukunden im zweiten Quartal ist E-Plus somit wesentlich stärker gewachsen als der Marktdurchschnitt. Der Marktanteil ist von 13,3 Prozent Ende Juni 2005 auf voraussichtlich 14,5 Prozent gestiegen. Von großer Bedeutung sind dabei die Kooperationen mit Mobilfunk-Discountern, wie etwa simyo oder blau, über die bereits drei Millionen Kunden ihren Weg zu E-Plus fanden. Daraus resultiert auch der starke Anteil an Prepaid-Kunden; allein in den Monaten von April bis Juni kamen 330.000 Teilnehmer mit vorausbezahlter Mobilfunkkarte hinzu. Trotz der Verlagerung des Geschäfts in den Prepaid-Bereich sind Umsatz und Gewinn deutlich gestiegen. "Wir wollen mit neuen Kunden profitables Wachstum erzielen. Das gelingt uns von Quartal zu Quartal besser. Die Kunden unserer neuen Marken machen deutlich höhere Umsätze, gleichzeitig gewinnen wir sie zu einem Bruchteil der Kosten klassischer Mobilfunkkunden", erklärt Michael Krammer, CEO von E-Plus. Die Akquisitionskosten je Neukunde lagen Ende Juni im Durchschnitt bei 83 Euro und somit rund 52 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Sony Ericsson K800 | für 89,90 Euro bei E-Plus (mit Vertrag)
Der operative Gesamtumsatz legte um 1,7 Prozent auf 722 Millionen Euro zu, der Umsatz aus Mobilfunk-Dienstleistungen konnte sogar um 9,8 Prozent gesteigert werden und lag bei 683 Millionen Euro. Auch der EBITDA (Gewinn vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen) konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich wachsen: Er stieg um 73 Prozent auf 267 Millionen Euro. Dadurch stieg auch die EBITDA-Marge von 21,7 auf 37 Prozent. Auch O2 und Vodafone haben bereits ihre Quartalszahlen präsentiert. Der weltweit größte Netzbetreiber konnte seinen Kundenstamm um 4,5 Millionen vergrößern, allein in Deutschland waren es 250.000 Nutzer. Hingegen fiel der Umsatz je Kunde um 2,20 Euro auf 22,10 Euro (AreaMobile berichtete) Im Vergleich zu O2 ist Vodafone also deutlich schlechter aufgestellt, wenngleich die Briten mehr Kunden betreuen.
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