60 Millionen US-Dollar ist Loudeye Nokia wert. Die Finnen trimmen mit der Übernahme ihr Portfolio auf Musikinhalte.
Der Erfolg der neuen N-Series und vergleichbarer leistungsfähiger Handys von Nokia haben den finnischen Konzern dazu bewogen, einen der größten Player auf dem digitalen Musikmarkt zu schlucken. Für etwa 60 Millionen US-Dollar übernimmt Nokia Loudeye und stellt damit unmissverständlich klar, wohin die Handy-Reise in den nächsten Monaten und Quartalen gehen wird. Loudeye ist einer der weltweit führenden Anbieter von Musik-Downloaddiensten mit europäischen Außenstellen in London, Köln und Paris und ist in über 20 Ländern der Welt vertreten. Insgesamt verzeichnet Loudeye über 1,6 Millionen digitale Artikel in seinem Produktkatalog. Nokia arbeitet bereits seit zwei Jahren mit Loudeye zusammen. Das erste Modell, das für den Downloaddienst vorbereitet wurde, war das Nokia 6680.
Bei einem Jahresgewinn von etwa 20 Millionen Dollar könnte sich die Investition für Nokia schon bald armortisieren. Vor allem, wenn die Integration klappt: der nächste logische Schritt ist der feste Einbau von Loudeye-Downloadportalen in Nokias Musik-Smartphones. Damit würden die Finnen auch Motorola ein Schnippchen schlagen: deren nur schleppend anlaufende iTunes-Strategie kurbelt nicht die Umsätze von Apples Download-Store an, sondern stellt allerhöchstens Mac-Nutzer zufrieden, die ihr iTunes auch auf dem RAZR (V3im) starten wollen.
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