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Autor: Andreas Seeger | 21.08.2006 - 13:39 | 0

Handarbeit aus Russland: Bluetooth-Ohrstöpsel fürs Examen

Innovativ, verrückt, überflüssig? Bei dieser Erfindung muss jeder für sich selbst entscheiden. Ein Ohrstöpsel aus Russland kann den Titel "Kleinstes Bluetooth-Headset der Welt" für sich reklamieren. Der Nutzen ist allerdings mit Gesundheitsrisiken verbunden.

Handarbeit aus Russland: Bluetooth-Ohrstöpsel fürs Examen

Innovativ, verrückt, überflüssig? Bei dieser Erfindung muss jeder für sich selbst entscheiden. Ein Ohrstöpsel aus Russland kann den Titel "Kleinstes Bluetooth-Headset der Welt" für sich reklamieren. Der Nutzen ist allerdings mit Gesundheitsrisiken verbunden.

bluetooth_ohrstoepsel

Kleiner als eine Cent-Münze | Foto: microearpiece.com

Über Handys im Extraklein-Format, wie etwa Pantechs PN-218, haben wir bereits augiebig berichtet. Diese Winzlinge sind so klein, dass sie beim Telefonieren fast im Ohr verschwinden. Genau dort will der ultrakleine Bluetooth-Lautsprecher hin: mit den Maßen von 9,6x5,5x6 mm wird er direkt im Gehörgang platziert. Damit er dort nicht für immer verschwindet, ist am Ende eine Schlaufe angebracht, an der man ihn wieder heraus ziehen kann. Kurios: den größten Platz beansprucht die Batterie, die ca. 24 Stunden durchhalten soll.

Der Ohrstöpsel funktioniert allerdings nur in Kombination mit einem Transmitter, der an einer Schlaufe um den Hals getragen werden kann. Hier sind auch das Mikrofon, der Lautstärkeregler und eine Telefontaste zum Annehmen bzw. Beenden des Gespräches untergebracht.

Wozu braucht man so etwas? Der Nutzer ist damit unsichtbar für die Aussenwelt via Handy erreichbar. Es überrascht daher kaum, dass das Gerät von einem 25jährigen Medizinstudenten in Russland zusammen gebastelt wurde. Die Motivation war vielleicht Prüfungsangst - oder das große Geschäft. Denn der findige Tüftler hat bereits eine Internetseite eingerichtet, auf der er sein Produkt zum Verkauf anbietet. Auf www.microearpiece.com können Interessenten ihre Bestellung aufgeben. Doch Vorsicht, weder die Webseite, noch der Ohrstöpsel wirken besonders seriös. Und wer jetzt ein Schnäppchen vermutet, liegt falsch: happige 670 US-Dollar werden in der Premium-Variante mit Transmitter und Lautsprecher-Stöpsel fällig. Also nur etwas für verzweifelte Examenskandidaten.

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