Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ein Ranking entwickelt, das Elektronikhersteller nach der Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte bewertet. Die Organisation untersucht dabei sowohl Handyhersteller als auch Computerproduzenten.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ein Ranking entwickelt, das Elektronikhersteller nach der Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte bewertet. Die Organisation untersucht dabei sowohl Handyhersteller als auch Computerproduzenten. Keines der geprüften Unternehmen erreichte im Ranking die volle Punktzahl. Der erste Platz wurde an Nokia vergeben. Der finnische Riese erreichte sieben von zehn möglichen Punkten, weil seit Ende 2005 in der Produktion von Mobiltelefonen auf Polyvinylchlorid (PVC) verzichtet wird. Der Konzern hat sich außerdem verpflichtet ab 2007 in allen Komponenten keine bromierten Flammhemmer mehr einzusetzen. Es geht aber immer noch besser: Punktabzug gab es, weil Nokia nach Ansicht von Greenpeace zu wenig Handys recycelt.
Dell erreichte Platz zwei. Die Umweltschützer kritisierten die Verwendung umweltschädlicher Stoffe. Dafür wurde die Rücknahmepolitik des Unternehmens positiv beurteilt. Sony Ericsson erreichte Platz vier, gefolgt von Samsung auf Platz fünf, LG (Platz 7), Panasonic (Platz 8) und Toshiba (Platz 9). Motorola schaffte es gerade mal auf den vorletzten Platz, im Ranking nur noch von Lenovo unterboten. Laut Greenpeace wird Motorola weiterhin PVC zur Herstellung benutzen und will auch nicht auf die bromierten Flammhemmer verzichten. Lenovo zeigt zwar Ansätze zur Vermeidung giftiger Stoffe und eines Rücknahmeprogrammes, das Unternehmen muss sich aber in allen Ranking-Kriterien noch maßgeblich verbessern.
Dieses erste Scoring legt sein hauptsächliches Augenmerk auf die Nutzung toxischer Substanzen in der Produktion, weil ein giftfreies Recycling mit diesen Stoffen unmöglich ist. Es wird vierteljährlich wiederholt. Weil Greenpeace die Punkte zu Anfang ausschließlich auf Basis der von den Unternehmen veröffentlichten Informationen vergibt, werden in Zukunft auch Strafpunkte verteilt, wenn die Umweltschützer feststellen, dass die untersuchten Hersteller lügen oder mit doppelten Standards arbeiten.
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