Eine britische Studie unter Elfjährigen ergab, dass SMS-Schreiben die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Fantasie bei den Kindern erhöht.
Simsen ist die vermutlich liebste Freizeitbeschäftigung der meisten Handybesitzer. Die ehemalige Diskussion um den negativen Effekt des SMS-Schreibens auf den IQ verstummte unter den Tipp- und Empfangs-Tönen von einer Billion SMS, die jährlich geschrieben und verschickt werden. Nun meldet sich die britische Universität Coventry mit einer Studie zu Wort, nach der regelmäßige Simser bei Sprachtests ihren gleichaltrigen Mitmenschen in nichts nachstehen, allerdings handelte es sich bei den Untersuchten um Elfjährige. Offenbar fördert das Simsen bei Kindern im Gegensatz zur gleichen Tätigkeit bei den Erwachsenen das sprachliche Ausdrucksvermögen und die Fantasie. "Die besten SMS-Schreiber hatten auch die beste Rechtschreibung und den besten Wortschatz", sagte die Psychologin Beverley Plester.
Verantwortlich dafür sei, dass sich Kinder beim Schreiben der kurzen Mitteilungen mehr Gedanken darüber machen, wie sie sich möglichst klar ausdrücken. Das phonetische Abkürzen von ganzen Nachrichten - also zum Beispiel "C U L8r" für "See you later" ("Bis später") rege zudem das Nachdenken über Sprache an. Dann kann es für die Eltern ja nur noch heißen: Simsen lassen statt zur Sprach-Nachhilfe schicken.
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