Stell dir vor es ist CeBit und keiner geht hin. Zumindest im Bereich Mobilfunk zeichnet sich dieses Bild langsam ab. Denn die Computer- und Telekommunikationsmesse verliert immer mehr Handy-Produzenten als Aussteller.
Stell dir vor es ist CeBIT und keiner geht hin. Zumindest im Bereich Mobilfunk zeichnet sich dieses Bild langsam ab. Denn die Computer- und Telekommunikationsmesse verliert immer mehr Handy-Produzenten als Aussteller: nach Nokia haben auch BenQSiemens und Motorola angekündigt, keinen eigenen Stand auf der Messe im März 2007 zu präsentieren. Für Motorola ist diese Entscheidung nur konsequent: bereits auf der diesjährigen CeBIT 2006 war der US-amerikanische Handy-Hersteller nicht mit einem eigenem Stand auf der Messe vertreten, sondern präsentierte sich nur an Partnerständen. Dagegen war der diesjährige CeBIT-Auftritt der erste von BenQ Mobile und der neuen Marke BenQ-Siemens - und nun auch gleich der letzte.
Im Gegensatz zum sinkenden Stern der CeBIT scheint die IFA an Bedeutung zu gewinnen. So verband BenQ Mobile seine CeBit-Absage mit einer IFA-Zusage. Man sehe in Zukunft bessere Chancen auf der IFA, da die Konsumenten dort besser erreicht würden, ließ die Firmenzentrale verlauten. Die Tatsache, dass die CeBIT sich zu sehr an Geschäftskunden richtet, wurde schon in den vergangenen Jahren zunehmend von den Ausstellern kritisiert und dürfte einer der Gründe für die Absagen der Handyhersteller sein. Ein weiterer Punkt ist die enge zeitliche Nähe zu einem anderen Großereignis. Mit dem 3GSM Congress in Barcelona findet die für die Mobilfunk-Branche bedeutendste Veranstaltung nur knapp einen Monat vor der CeBIT statt.
Von den großen Mobilfunk-Herstellern bleiben der CeBIT 2007 somit nur noch Samsung und SonyEricsson, die sich zu einem Auftritt im kommenden Jahr noch nicht geäußert haben. Mal schauen, wann da vielleicht die Absagen kommen...
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