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Autor: Rene Melzer | 02.10.2006 - 10:20 | 0

Glänzendes 2. Quartal für Research in Motion

Der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) hat die Zahlen für das 2. Quartal 2006 veröffentlicht. Die Anleger sind begeistert, RIM betont jedoch aufgrund eines anhängigen Gerichtsverfahrens seien diese Zahlen nur vorläufig.

Glänzendes 2. Quartal für Research in Motion
Blackberry Pearl schrägfront News

Geht weg wie warme Semmeln - das Blackberry Pearl

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) begeistert die Anleger mit glänzenden Quartalszahlen. Die Aktie des Unternehmens legte am Nasdaq in New York nach der Veröffentlichung der Zahlen und Prognosen um satte 17 Prozent zu. Nach einem Bericht der Tageszeitung Toronto Star übertraf das Quartalsergebnis die Erwartungen der Anleger bei weitem. Das Unternehmen steigerte seine Umsätze im 2., im September abgelaufenen Quartal, auf 658,5 Millionen US-Dollar. Das ist eine Steigerung um 7,4 Prozent von 613 Millionen US-Dollar im 1. Quartal 2006. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sehen die Zahlen noch beeindruckender aus. Damals wurden 490,1 Millionen US-Dollar umgesetzt. Die Umsatzsteigerung im jetzt abgelaufenen Quartal beträgt damit 34 Prozent.

Laut Research in Motion waren Handhelds zu 72 Prozent an den Umsätzen beteiligt, 19 Prozent entfielen auf den Service, 6 Prozent auf Software und 3 Prozent auf restliche Umsätze. Der Nettogewinn des Unternehmens stieg von 111 Millionen US-Dollar im selben Quartal des Vorjahres auf 140,8 Millionen US-Dollar. Den ungewöhnlichen Erfolg verdankt der Hersteller hauptsächlich dem neuesten Gerät in der Serie, dem Blackberry Pearl, der sich von Start an in den USA glänzend verkaufte.

RIM schätzt die Anzahl seiner Kunden momentan bei etwa 6,2 Millionen. Allein im 2. Quartal konnten 705.000 neue Blackberry-Nutzer hinzugewonnen werden. Im nächsten Quartal sollen noch einmal 800.000 dazukommen. Der Umsatz soll dann auf 780 bis 820 Millionen US-Dollar steigen. Wie RIM in der Veröffentlichung jedoch ausdrücklich betont, sind das nur vorläufige Zahlen. Die derzeit an der New Yorker Börse schwelende Affäre um Aktienoptionen und Insiderhandel könnte auch RIM erfassen und das Ergebnis im Nachhinein noch drücken. Möglicherweise steht da ein neuer Rechtsstreit ins Haus, nachdem RIM erst vor knapp sechs Monaten den jahrelangen Patent-Rechtsstreit mit NTP beigelegen konnte.

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