Die Stadt Stilwater ist Schauplatz des knallharten Action-Games Saints Row. Als Spieler ist man Mitglied einer Bande und mischt die Stadt so richtig auf. Game-Entwickler Matthew Magee erzählt in einem Interview über die Entstehung von Saints Row.
Saints Row heißt übersetzt "Aufstand der Heiligen" - mit heilig hat das Game allerdings wenig gemein! Die Stadt Stilwater ist außer Kontrolle und der Spieler immer an vordester Front, wenn irgendwo auch nur der leisteste Anflug von Krawall zu vernehmen ist. Da wird ahnungslosen Menschen das Auto unterm Hintern weggeklaut, Passanten, die im Weg sind, einfach weggepustet und für den Fame Drogen oder Diebesgut vertickert. Eine harte Kiste also, die auf der Xbox360 bereits viele Fans begeistern konnte und auch als Handyversion durchstarten möchte. Gameprogrammierer Matthew Magee hat zu Saints Row einiges interessantes und aufregendes zu erzählen.
Herr Magee, stellen Sie sich doch einfach kurz selbst vor. Ich heisse Matthew Magee, und ich bin der Mitbegründer der Mnemonic Studios und war der leitende Gameprogrammierer beim Saints Row-Projekt. Wie kamen Sie dazu, Handyspiele zu designen? Mein Mitbegründer Robert Sproats und ich waren schon lange an der Spielindustrie interessiert und haben sowohl Spiele als auch Game-Engines entwickelt. Es bot sich die Möglichkeit, die Mnemonic Studios zu gründen, und jetzt designen und entwickeln wir Spiele schon seit über drei Jahren. Erzählen Sie uns doch bitte ein wenig über die Handyversion von Saints Row. Die Spieler müssen durch Missionen und Aktionen Geld und Respekt verdienen, damit sie die Stadt zusammen mit der Third Street Saints Gang erobern können, bei der sie Mitglied sind. Die Missionen variieren von einfachen Lieferaufträgen über Drive-by Shootings bis zu vollkommenen Bandenkriegen. Zu den Aktionen gehören Autodiebstahl und Strassenrennen. Bei all diesen Aktionen muss der Spieler immer darauf achten, dass er der Polizei einen Schritt voraus ist. Der Spieler befindet sich in einer lebendigen Stadt, und er kann jederzeit überallhin fahren oder gehen. Ihm steht auch eine grosse Auswahl an Waffen und viele verschiedene Fahrzeugtypen zur Verfügung.
Was hat Sie am Saints Row Projekt am meisten interessiert? Uns hat vor allem die Zusammenarbeit mit THQ Wireless interessiert, bei der es um die Gestaltung eines Freeform-Games ging, wo die Spieler wählen können, wie sie die Herausforderungen lösen wollen. Handyspiele neigen dazu, ziemlich linear zu sein, und wir wollten den Spieler befreien und ihm zurufen: "Hier ist die Spielwelt – Jetzt geh einfach wohin du auch immer willst, und tu was immer du willst, und hab Spass dabei!" Welche einmaligen Features gibt es im Spiel zu sehen? Der Spielrahmen macht das Game wirklich einzigartig. Es gibt so viel zu tun, und der Spielbereich ist wirklich gewaltig. Waffen wie die Raketen- und Flammenwerfer machen grossen Spass. Und die Möglichkeit, ein Sportauto zu stehlen und es für Rennen aufzurüsten, gibt den Spielern noch etwas anderes zu tun, wenn sie etwas Abwechslung von den Hauptmissionen suchen. Inwiefern ist es dem Konsolenspiel ähnlich? Wir haben das Xbox360 Spiel genau angeschaut und einige der besten Spielteile herausgesucht, um sie im Handygame zu integrieren. Zum Beispiel ist das System sehr ähnlich, wie man Respekt und Geld verdienen kann. Auch die grundlegenden Missionen sind aus der Xbox360 Version. Genauso stammen die "Boss"-Missionen am Ende jedes Distrikts aus den Schlüsselelementen, die im Konsolenspiel erscheinen. Ebenso sind die Charakteren im Handyspiel dieselben, auf die man in der Xbox-Version trifft.
Was war die grösste Herausforderung bei der Entwicklung des Spiels? Der Spielumfang war der herausfordernste Teil des Projekts. Wir mussten eine Stadt mit einem funktionierenden Verkehrssystem und herumgehenden Fussgängern bauen. Künstliche Intelligenz war nötig, um die Polizeiverfolgungen und die Schlachten zwischen den gegnerischen Bandenmitgliedern zu steuern. Dazu kam die Bewegung der Fahrzeuge, die Missionen und Aktivitäten und so weiter. Das gibt einen Eindruck, wie gross das Spiel wirklich ist. Welche weiteren Features hätten Sie gerne noch im Spiel gehabt? Es wäre schön gewesen, noch weitere Nebenaktivitäten hinzuzufügen, um dem Spieler noch mehr Möglichkeiten zwischen den Missionen geben zu können. Der Autodiebstahl macht grossen Spass, genauso das Rennenfahren, aber das Demolition Derby ist einer meiner liebsten Teile im Konsolenspiel, und ich hätte es gerne in der Handyversion integriert. Leider blieb uns dazu nicht genug Zeit, deshalb konnen wir es nicht hinzufügen. Aber das ist vielleicht etwas, was bei einem möglichen Sequel hinzugefügt werden könnte.
Passend zum Gamestart hat das Internetportal www.rap.de ein exklusives Fanpaket zusammengestellt und bietet es im Shop für alle begeisterten Zocker an. Darin enthalten ist ein cooles T-Shirt mit Print und der Soundtrack zum Spiel mit Tracks von Stars wie Ghostface Killah oder David Banner. Wem zocken nicht ausreicht, der kann sich also auch noch im Saints Row-Style kleiden und die Musik hören, wenn die Finger mal wundgespielt sind.
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.