Die GSMA beauftragt verschiedene Handyhersteller mit der Entwicklung des Konzeptes eines 3G-Handys mit typischen UMTS-Features wie z.B. Mobile TV oder High Speed Internet Zugang. Die Kosten des "3G for All"-Handy sollen dabei deutlich niedriger gehalten werden als bei aktuellen 3G-Low-End-Geräten.
Auf seinen Durchbruch wartet der 3G-Standard UMTS nicht nur in Deutschland bisweilen immer noch. Erst kürzlich fand TNS Infratest bei einer Studie heraus, dass es dem Datendienst an Akzeptanz bei den Endkunden mangelt. Hauptverantwortlich dafür werden von den Befragten die hohen Kosten für den Datendienst gemacht. Wen wunderts also noch, dass die GSM Association (GSMA) das Heft selbst in die Hand nimmt, um das Geschäft rund um die 3G-Technologie - zumindest teilweise - anzukurbeln. Demnach beauftragte die GSMA verschiedene Handyhersteller, Entwürfe für ein Mobiltelefon vorzulegen, welches UMTS-Funktionen wie High-Speed Internet, Mobile TV und Instant Messanging unterstützt. Dabei sollen die Kosten für dieses Handy deutlich geringer gehalten und somit auch erschwinglicher für die Endkunden werden als dies bei aktuellen 3G Low-End-Geräten der Fall ist.
Der "Gewinner-Entwurf" wird von der GSMA auf dem 3GSM World Congress im Februar 2007 vorgestellt und schließlich als "3G for All"-Phone gekürt und natürlich auch umgesetzt. 3G für alle, so also das Konzept und Motto mit dem die GSMA in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern, darunter die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, Orange, Hutchison oder auch Telefonica, UMTS massenmarkttauglich machen will. Laut Craig Ehrlich, Vorstandsvorsitzdener der GSMA und Vorstandsmitglied bei Hutchison zielen die Netzbetreiber darauf ab, 3G-Handys zur ersten Wahl bei den Endkunden zu machen, sobald diese sich für ein neues Handy entscheiden.
Allerdings dürfte mit der Entwicklung des "3G for All"-Mobiltelefons nur ein erster Schritt in die gewünschte Richtung getätigt worden sein. Denn wie anfangs schon erwähnt, sind es nicht die Handymodelle, welche die Kunden in erster Linie vor UMTS abschrecken, als vielmehr die UMTS-Tarifpreise der Netzbetreiber. Damit stehen diese - spätestens mit Vorstellung des 3G-Vorzeige-Handys - doppelt in der Pflicht.
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