BenQ räumt Probleme mit dem Kundenservice ein. Derzeit werden Geräte, die zur Reparatur an die Servicefirma Inservio geschickt werden, weder kostenfrei repariert noch zurückgeschickt.
Die Pleite des Mobiltelefonherstellers BenQ-Siemens hat jetzt auch den Service erfasst. Mobiltelefone, die zur Reparatur an den Kundenservice eingeschickt werden, verschwinden quasi. Grund: das für den Service zuständige Unternehmen Inservio ist mittlerweile ebenfalls zahlungsunfähig. Nach Berichten von Focus Online können defekte Geräte, die zu Inservio eingeschickt wurden, derzeit weder repariert noch kostenfrei zurückgeschickt werden. Ein Sprecher von BenQ-Mobile bestätigte die Probleme im Zusammenhang mit dem Kundenservice und versprach eine Lösung bis spätestens Mitte dieser Woche. Er verwies zugleich darauf, dass die meisten Probleme über ein kostenloses Software-Update aus dem Internet selbst behoben werden können.
Das Ganze ist insofern pikant, als dass die Qualität der neuen BenQ-Serie bereits im Vorfeld von Branchenkennern und Netzbetreibern als mangelhaft eingestuft wurde. Insbesondere das EF81 machte immer wieder Probleme durch einen Softwarefehler, bei dem das Display einfror und nicht mehr bedient werden konnte.
Genaue Zahlen, wieviele Kunden derzeit auf ihr Gerät warten, gibt es nicht. Besitzer, die ihr Gerät von Inservio zurückhaben wollen, haben nur eine Möglichkeit: sich das unreparierte Handy auf eigene Kosten wieder zurückschicken zu lassen und die Gewährleistungspflicht beim Händler oder Netzbetreiber einfordern. Die Netzbetreiber sind nach der Pleite des Handyherstellers noch davon ausgegangen, dass es keine Probleme bei der Reparatur technischer Defekte von BenQ-Siemens-Modellen geben würde.
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