Die Nachfrage nach Kamerahandys ist ungebrochen und weiterhin steigend. Doch nicht nur die Anzahl der Handys mit Kamerafunktion steigt, die Kameras bekommen zudem immer mehr Pixel.
460 Millionen Handys mit Kamerafunkion wurden dieses Jahr weltweit verkauft. Damit besaß fast jedes zweite Handy, das über den Ladentisch ging, eine Kamera. Dieser Anteil wird nach einer Prognose des Marktforschungsinstitutes Gartner bis 2010 auf bis zu 81 Prozent steigen, was einem Umsatz von 1 Milliarde Handys entspricht. Etwa 48 Prozent aller Mobiltelefone, die in diesem Jahr über den Ladentisch gingen, waren mit Kamera. Der Anteil von Handys mit einer derartigen Funktion stieg im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent. Und noch etwas ist gestiegen: die Anzahl der Pixel. In den vergangenen Jahren haben Kamerahandys mit weniger als eine Million Pixel den globalen Markt dominiert. In diesem Jahr wird der Anteil der Geräte auf 51 Prozent sinken und schon im nächsten Jahr werden Geräte mit einem oder zwei Megapixel den Markt dominieren.
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Laut Analyse von Gartner "ist die Kamera ein Feature, das von den Käufern erwartet wird, unabhängig davon, ob sie es nutzen oder nicht." Die verbesserte Kameraqualität und zusätzliche Möglichkeiten, wie direktes Ausdrucken von Bildern ohne Umweg über den PC oder das Hochladen von Bildern auf Internetseiten wie Flickr, tragen dazu bei, dass sich immer mehr Menschen für ein Handy mit Kamerafunktion entscheiden. Der Glaube der Käufer, eine größere Pixelanzahl führt zu besserer Qualität der aufgenommenen Fotos, drängt die Hersteller - wie schon bei Digitalkameras zu beobachten - Handykameras mit immer mehr Pixeln zu entwickeln.
Doch die Märkte sind höchst unterschiedlich. In Westeuropa gilt er als weitgehend gesättigt. Der Umsatz an Kamerahandys wird zwar dieses Jahr bei über 122 Millionen liegen, was einem Anstieg von 28 Prozent gegenüber 2005 bedeutet, bis 2010 prognostiziert Gartner jedoch nur noch einen Zuwachs von 8 Prozent. Auch die Pixelanzahl der Kameras liegt deutlich höher als im weltweiten Durchschnitt. "Bis Ende des Jahres werden die Flaggschiffe der Produktlinien mit einer Auflösung von 3,2 Megapixeln aufwarten. 2007 wird die Kameraqualität auf fünf Megapixel ansteigen", so Gartner.
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Den stärktsten Anstieg sieht Gartner in Afrika, Asien und Südamerika. In Afrika wird der Umsatz von derzeit etwa 16 Millionen verkaufter Handys bis 2010 um 29,6 Prozen auf 45 Millionen Handys steigen. In Asien steigt der Anteil an Kamerahandys von 106,7 Millionen in 2006 auf 395,5 Millionen bis zum Jahr 2010, was einem Plus von 38,7 Prozent entspricht. Eine ähnliche Zunahme sieht Gartner auch in Lateinamerika: ein Umsatzanstieg von 36,6 Prozent, von 22,5 Millionen verkaufter Einheiten in diesem Jahr auf 78,4 Millionen in 2010, wird prognostiziert. In Japan dagegen wird der Verkauf von Kamerahandys abnehmen. In den vergangenen zwölf Monaten gab es eine starke Nachfrage nach Geräten ohne Kamerafunktion. Dieser Trend soll anhalten und sich sogar noch leicht verstärken. Nachdem die Nachfrage nach Handys mit Kamera 2007 mit 95 Prozent seine Spitze erreicht hat, wird sie bis 2010 auf 93,6 Prozent abfallen und sich bei diesem Wert einpendeln.
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