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Autor: Rene Melzer | 10.11.2006 - 11:47 | 0

TI stellt Billig-Chip für Multimedia-Handys vor

Texas Instruments hat eine Single-Chip-Lösung für die preissensiblen Märkte der Schwellenländer vorgestellt, die neben reinen Telefonfunktionen auch Multimedia-Anwendungen integriert.

TI stellt Billig-Chip für Multimedia-Handys vor
motorola motofone f3 front seitlich gedreht 150

Motorola Motofone: Billig und robust, aber noch ohne Multimedia.

Der amerikanische Chip-Hersteller Texas Instruments (TI) hat Pläne für eine neue Chipfamilie vorgestellt, die Telefon- und Multimedia-Features auf einem Chip integriert. Damit sollen Multimedia-Anwendungen wie Kamera- und Videofunktionen, 3D-Spiele oder Video-Conferencing auch mit günstigen Massenmarkthandys für die preissensiblen Schwellenländer möglich sein. Mit dem eCosto-Chip ausgestattete Handy unterstützen neben GSM, GPRS und EDGE unter anderem auch Kameras mit 3 Megapixel, Videoaufzeichnung mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde und größere Displays mit QVGA-Auflösung. Die unter der Code-Bezeichnung eCosto geführte Chipfamilie OMAPV1035 wird in 65 Nanometer Technologie produziert, was die Performance und Funktionalität von Mobiltelefonen erhöht ohne den Stromverbrauch anzuheben.

Bisher können Kunden nur auf die Single-Chip-Billiglösung OMAPV1030 (LoCosto) zugreifen, die allerdings keine weiteren Extras beinhaltet und noch in 90-nm-Technologie gefertigt wird. Handys mit dem LoCosto-Chip sind schon für 30 US-Dollar (ca. € 22) zu haben, und der Preis sinkt weiter. Diese Entwicklung wird auch von Geräten mit eCosto-Chip erwartet.

Die Integration von Multimedia-Funktionen auf einem Chip ist für Texas Instruments ein wichtiges Ziel, da sich die Schwellenmärkte über reine Sprache und einfache Multimedia-Anwendungen hinaus weiterentwickeln. Als erster Markt werde China in Angriff genommen. "China ist für uns vor allem deshalb interessant, da es der weltweit größte und am schnellsten wachsende Markt für Mobiltelefone ist", sagt Epifani. Laut den Marktforschern von In-Stat gibt es aktuell 400 Millionen Chinesen, die mobil telefonieren. Bis 2008 soll diese Zahl um weitere 200 Millionen steigen.

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