Statt günstigen Minutenpreisen gibt es beim österreichischen Mobilfunkbetreiber "3" Gutschriften für die Annahme von Gesprächen.
Der allgemeine Trend geht auf dem Mobilfunkmarkt dahin, die Kunden durch immer geringere Minutenpreise zu sich zu locken. Der österreichische Mobilfunkbetreiber "3" geht jetzt einen anderen Weg und verteilt an seine Prepaid-Kunden künftig Gutschriften, wenn diese einen Anruf annehmen.
Für jede volle Minute eines eingehenden Gespräches aus einem anderen österreichischen Mobilfunknetz bekommt der Kunde 10 Cent auf sein Guthaben gutgeschrieben. 3-CEO Berthold Thoma: "Die einen machen das Raustelefonieren durch Reduktion des Preises attraktiv - wir haben uns entschieden, an dieser Schraube nicht zu drehen, sondern unterbreiten unseren Wertkartenkunden eben ein attraktives Angebot für eingehende Anrufe." Die Aktion "CallMe-Bonus" läuft erstmal vom 21. November 2006 bis 30. Juni 2007. Das Guthaben kann jedoch nur zum Telefonieren genutzt werden. Ungenutztes Guthaben verfällt und wird auch nicht ausbezahlt.
Pikant an der Sache ist, dass die Boni aus den Terminierungsentgelten der anderen Netzbetreiber gezahlt werden. Der Betreiber Hutchinson 3G Austria verlangt momentan 15,95 Cent pro Minute. Doch auch wenn die Durchleitungsgebühren immer gleich sind, werden nur Anrufannahmen aus den Mobilfunknetzen Österreichs verrechnet. Für Anrufe aus dem Festnetz oder aus anderen Ländern gewährt "3" keine Gutschriften.
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