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Autor: AreaMobile Redaktion | 17.11.2006 - 13:29 | 0

Symantec warnt vor Unterschätzung der Virengefahr

Und sie sind doch gefährlich! Viren auf mobilen Begleitern werden sich laut Symantec zu einem ernsthaften Problem auf dem überproportional wachsenden Markt für Smartphones entwickeln. Der Trend wechselt von zerstörerischen Virenprogrammen zu verdeckt ermittelnder Snoopware, die die Kontakte seines Opfers ausspäht und teure SMS versendet.

Symantec warnt vor Unterschätzung der Virengefahr

Paul Miller, Symantecs Leiter der Wireless & Mobile Security-Abteilung warnt davor, dass die Bedrohung von Smartphones nicht zu unterschätzen sei. Im ausklingenden Jahr hätte man einen deutlichen Anstieg der Sicherheitsbedrohungen verzeichnet, aber viele seien an der Öffentlichkeit unbeachtet vorbeigezogen. Die gemeldeten Bedrohungen machten nur einen Bruchteil der tatsächlichen Schädlinge aus.

Flexispy Spyware Administration Log

Foto: Flexispy.com | kommerziell verkauft, von Virencheckern gejagt

Sehr aktiv seien Programme, die im Hintergrund liefen und Premium-SMS auf Kosten des Nutzers versendeten. Ein besonders skurriler Fall ist die Snoopware Flexispy. Sie wird von einem thailändischen Software-Haus entwickelt, kommerziell angeboten und von F-Secure als gefährlicher Trojaner eingestuft. Für knapp 50 Dollar erhält man mit FlexiSpy eine Spyware an die Hand, die detailliert Telefonate und SMS mitschneidet. Über ein professionelles Administrationsfrontend kann der Lauschende bequem nachvollziehen, mit welchen Personen wie lange und wie oft kommuniziert wurde. Der Chef freut sich, der Datenschützer schwitzt.

SymbOS/Skulls Screenshot F-Secure

Killt Systemfunktionen: Skulls

Auch die Trends verändern sich. So sei Malware wie Cabir, Locknut oder Fontal wegen ihrer offensichtlichen Schadfunktion nur schwer zu verbreiten. Spyware, Trojaner, Spam und Hoaxes hingegen würden für die Täter Spielraum zur finanziellen Bereicherung bieten. Der "Spaß", den sich die Programmierer vor zwei Jahren mit dem zerstörerischen Virus Cabir machten, ist mittlerweile zum bitteren Ernst geworden.

Auch würde man eine stärkere Konzentration der wirklich befallenen Geräte feststellen: Eine Snoopware findet man nicht auf den Geräten der Vertriebler - sie steckt meistens in der Tasche der CEOs und CTOs; beide sehr anfällig für die Verlockungen der technischen Spielerei. Das Problem könne nur wachsen: fünfmal mehr mobile Telefone als PCs wurden 2006 verkauft, viele gehen verloren oder werden gestohlen - inklusive aller Korrespondenz und Kontaktadressen, die sich zur Erkennung von Netzwerken und zum Einpflegen in Spam-Datenbanken eignen.

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