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Autor: Frank Kabodt | 07.12.2006 - 12:05 | 0

Samsung plant Offensive im Einsteiger-Segment

Samsung plant im kommenden Jahr, deutlich in den Billigmarkt zu investieren und mehr Mobiltelefone für den Lowcost-Bereich auf den Markt zu bringen. Damit plant der Hersteller verlorene Marktanteile auszugleichen, nachdem Nokia und Motorola im vergangenen Quartal deutlich zulegen konnten.

Samsung plant Offensive im Einsteiger-Segment

Samsung wird im kommenden Jahr vor allem Mobiltelefone im Lowcost-Bereich auf den Markt bringen, um damit verlorene Marktanteile in diesem Preis-Segment auszugleichen. Wie das WSJ berichtet, ging der Absatz des koreanischen Herstellers im Vergleich zur Konkurrenz um Nokia und Motorola zurück, Grund dafür sei die bisherige Ausrichtung auf hochpreisige Modelle. Da jedoch vor allem in China und Indien deutliche Zuwächse erwartet werden, sollen künftig 15 Prozent der Samsung-Modelle weniger als 60 US-Dollar kosten.

d900 vier seiten

Eines der teuren Modelle:
das SGH-D900 | Datenblatt | Test | Preisvergleich

Laut Gartner ist Samsungs Anteil am weltweiten Handymarkt im dritten Quartal von 12,5 Prozent auf 12,2 Prozent gesunken. Nokia verzeichnete hingegen ein Plus von 32,5 auf 35,1 Prozent. Motorola steigerte seinen Marktanteil von 18,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 20,6 Prozent. "Unsere Marktanteile werden im kommenden Jahr nicht stagnieren", kündigte Lee Ki Tae, Chef von Samsungs Mobilfunkabteilung, auf der ITU Telecom World 2006 an. "Die Schlacht ist noch nicht beendet. Die Zeit wird die Entscheidung bringen". Trotz der neuen Ausrichtung wird man sich nicht vom Highend-Bereich verabschieden: "Zumindest was Österreich und Osteuropa angeht, halten wir an unserer Premium-Strategie fest und fokussieren auf Qualität und Design, auch im Einsteigersegment", meint Karl Pfister, zuständig für den Bereich Telekommunikation bei Samsung Österreich.

Bei einer Senkung des durchschnittlichen Verkaufspreises könnte man einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen, jedoch sei man von dieser Strategie nicht überzeugt. Vielmehr werde man in Zukunft auch die Entwicklung von Musikhandys in den Vordergrund stellen. Im dritten Quartal lag der durchschnittliche Handypreis von Samsung laut WSJ bei 175 US-Dollar, Motorola kam auf 131 US-Dollar und Nokia auf 124 US-Dollar.

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