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Autor: Frank Kabodt | 05.01.2007 - 08:37 | 0

US-Investoren an BenQ Mobile interessiert?

Es nimmt kein Ende. Nachdem am 1. Januar 2007 das Insolvenzverfahren gegen BenQ Mobile eröffnet wurde, meldet sich nun ein Kaufinteressent, der sich vom Insolvenzverwalter übergangen fühlt. Angeblich habe die Investoren-Gruppe bereits ein konkretes Angebot vorgelegt, Streitigkeiten gäbe es jedoch beim Kaufpreis.

US-Investoren an BenQ Mobile interessiert?

Die "Unendliche Geschichte" wird um ein Kapitel erweitert. Allerdings geht es hier nicht um die Rettung der "kindlichen Kaiserin", die Aufgabe ist wesentlich schwerer. Mit der am Neujahrstag eingeleiteten Insolvenz von BenQ Mobile - ehemals Siemens - schien der letzte deutsche Handybauer die Produktion einzustellen. Nachdem in den vergangenen Monaten noch vermehrt über eine Rettung durch diverse Investment-Gruppen spekuliert wurde und sogar Samsung als potenzieller Käufer ins Gespräch gebracht wurde - das Dementi der Koreaner kam natürlich postwendend - wurde die Luft für die knapp 3.000 Beschäftigten dünn. Auch diese haben mittlerweile das sinkende Schiff verlassen und werden von zwei Transfergesellschaften finanziell unterstützt - sponsored by Siemens.

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Alles hat ein Ende | BenQ Mobile

Jetzt meldet sich erstmals ein Interessent zu Wort, allerdings werden wenig erfreuliche Töne angeschlagen. Denn die Investorengruppe fühlt sich von Insolvenz-Verwalter Martin Prager übergangen. So hatte dieser erst kürzlich mittgeteilt, ihm läge kein unterschriftsreifer Vertrag vor. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" wolle der Bieter den gesamten Betrieb mit vorerst 800 Beschäftigten übernehmen. Geplant sei die Entwicklung und Produktion neuer Mobiltelefone, die vornehmlich in den USA vertrieben werden sollen. Wie der Anwalt der Investoren mitteilt, sei Prager ein entsprechendes Kaufangebot übermittelt worden. Für Konflikte sorgt offenbar der Kaufpreis. Wie aus einem Schreiben des Insolvenzverwalters an den Gläubigerausschuss von BenQ hervorgeht, habe man "deutlich zum Ausdruck gebracht, dass [die Vorstellungen der Interessenten] weit unter den Zerschlagungswerten liegen". Jedoch sind die Investoren derzeit nicht bereit, über ihr Angebot zu verhandeln.

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