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Autor: Frank Kabodt | 19.01.2007 - 10:30 | 0

Apple iPhone: europaweit bei einem Netzbetreiber?

Die Gerüchteküche zum kürzlich vorgestellten iPhone brodelt. Ginge es nach dem Willen von Apple, werde das Handy in Europa nur über einen Netzbetreiber ausgeliefert. Offizieller Grund: höhere Flexibilität. Allerdings dürfte auch der Wettbewerb unter den Anbietern die Gewinnmarge für Apple erhöhen.

Apple iPhone: europaweit bei einem Netzbetreiber?

Vor gerade einmal zehn Tagen erblickte das Apple iPhone das Licht der Welt, seitdem sorgt es permanent für Gesprächsstoff. Aktuell in der Diskussion: Wird das Handy in Europa nur bei einem Netzbetreiber in den Handel kommen? Die Möglichkeiten sind gegeben, zumal das Gerät auch in den USA von nur einem Betreiber angeboten wird. Apple-Europachef Pascal Cagni hat eine klare Vorstellung; er würde die Vermarktung über einen Partner vorziehen, als Grund sieht er eine höhere Flexibilität bei der Einführung neuer Dienste.

iPhone Coverflow

Apple iPhone | Special über den (Fast-)Alleskönner

Allerdings sei man einer Zusammenarbeit mit mehreren Vermarktern auch nicht abgeneigt: "Wenn es aber nicht anders gehen sollte, werden wir auch mit mehreren Partnern arbeiten", so Cagni. Allerdings betonte er, dass die bislang auf Amazon publizierten Preise von bis zu 1.000 Euro nichts über den tatsächlichen Wert für den europäischen Wirtschftsraum aussagen - wer hätte das gedacht?! Wohl nur wenige Enthusiasten wären vermutlich - finanziell und moralisch - in der Lage gewesen, sich den All-in-One Touchscreen für diesen Preis auf den Nachttisch zu legen. Dennoch wird Apple laut einer aktuellen Studie des Marktforschers iSuppli - ein Schelm, wer Böses dabei denkt - mit dem iPhone gut verdienen. So werde der Hersteller zusammen mit seinem US-Partner Cingular eine Gewinnmarge von knapp 50 Prozent erzielen. Nach Aussage von Andrew Rassweiler, Senior Analyst bei iSuppli, werden die Gesamtkosten bei etwa 245 US-Dollar liegen, dies entspräche einer Marge von 49,3 Prozent auf sämtliche verkaufte Geräte, die zu einem Ladenpreis von 499 US-Dollar angeboten werden. Jedoch betont der Marktforscher, dass es sich bei den Zahlen um Schätzungen handelt, da detaillierte Informationen zum Innenleben des Modells noch nicht vorliegen. Wichtig zu beachten sei auch, dass in den Gesamtkosten keine Ausgaben für F&E, Marketing und Vertrieb enthalten seien.

Unterdessen sind die Experten hinsichtlich des potenziellen Erfolgs des iPhones unterschiedlicher Meinung. Mit der verblassenden Euphorie der ersten Tage geht eine Unsicherheit bezüglich der technischen Komponenten einher. Vor allem der Verzicht auf 3G-Kompatibilität sei nicht nachzuvollziehen, zumal das iPhone doch gerade als Internet-Device glänzen soll; wer allerdings zu den bedauernswerten Geschöpfen gehört, die noch keinen WLAN-Hotspot auf dem Kopf montiert haben, wird sich mit EDGE-Geschwindigkeit in den Weiten des WWW bewegen müssen. Immerhin gibt es noch ein wenig Hoffnung für alle I-Net verliebten Nutzer: es wird spekuliert, dass die EU-Version auf UMTS nachgerüstet werden soll. Und was sagt Apple dazu? "Im Moment sind wir, wo wir sind!" - Und wieder ein Euro für die Phrasenkasse...

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