Seit inzwischen drei Jahren ist in Deutschland der 3G-Standard kommerziell verfügbar. Viel Erfolg hatte die Technik bisher nicht. Ein neues 3G-Handy für jedermann soll dies nun ändern: das KU250 von LG bietet alles, was bisherige 3G-kompatible Geräte bisher nicht konnten. Es ist günstig und technisch umfangreich ausgestattet.
Seit Anfang 2004 ist in Deutschland der 3G-Dienst nach einer kostenintensiven Lizenzversteigerung bereits kommerziell verfügbar. Insgesamt 50 Milliarden Euro gaben die Anbieter für die Lizenzen aus, der Ausbau für die Netze noch nicht inbegriffen. Doch wirklich durchsetzen konnte sich die Kommunikation der 3. Generation nicht. Grund: zu wenige und zu teure, kompatible Endgeräte und eindeutig zu hohe Kosten beim Datentransfer für den Endkunden. Deshalb schrieb die GSM Association auch einen Wettbewerb über ein 3G-Mobiltelefon aus, das nicht nur billig, sondern auch technisch interessant ist.
Gewinner ist das KU250 von LG, was im Rahmen des 3GSM Congress in Barcelona nun bekannt gegeben wurde. Eingereicht hatten ursprünglich acht Hersteller und die zwölf Netzanbieter Cingular Wireless, Globe Telecom, 3, KTF, MTN, Orange, Smart, Telecom Italia, Telefonica, Telenor, T-Mobile und Vodafone mussten sich für eines der 19 Geräte entscheiden. Es kam zwar auch eines von Nokia in die engere Wahl, doch LG konnte am ehesten überzeugen. Allein der Slogan spricht Bände: 3G für Alle! Die Zukunft wird zeigen, ob sich dieser Wunsch verwirklichen wird. Neben WCDMA beherrscht das KU250 auch Triband-GSM, GPRS und EDGE. Für Datentransfer steht Bluetooth 1.2 und USB zur Verfügung, im Netz surfen kann man über den WAP 2.0-Browser und dank der Java-Engine sind auch anspruchsvollere Handygames kein Problem. Das Display ist mit 1,79 Zoll weder groß noch klein, die Auflösung liegt bei durchschnittlichen 176x220 Pixeln.
Dank der VGA-Kamera, zusätzlich zur 1,3 Megapixelkamera auf der Geräterückseite, ist auch Videotelefonie möglich und für Unterhaltung sorgt außerdem ein MP3-Player, der nahezu alle gängigen Formate lesen und abspielen kann. Der interne Speicher beträgt zehn Megabyte, kann aber mit MicroSD-Karten erweitert werden.
Wann genau und zu welchem Preis das 110,9x46,7x15,6 mm messende Gerät auf den Markt kommen wird, wurde auf dem Congress noch nicht verraten. Angepeilt ist jedoch das zweite Quartal diesen Jahres und laut LG will man preislich bis zu 30 Prozent unter den bisherigen 3G-Modellen liegen. Was allerdings auch nichts an den hohen Kosten für den Datentransfer ändert...
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