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Autor: Frank Kabodt | 05.03.2007 - 14:12 | 0

Palm unter Druck: Verkauf als Option

Der Smartphone- und PDA-Hersteller Palm steht weiter unter Druck. Nachdem erst kürzlich Übernahme-Gerüchte kursierten und den Aktienkurs belebten, prüft das Unternehmen verschiedene Optionen - Verkauf oder Übernahme nicht ausgeschlossen.

Palm unter Druck: Verkauf als Option

Palm prüft zusammen mit dem Investment-Unternehmen Morgan Stanley verschiedene Optionen, die sowohl den Verkauf als auch eine Übernahme durch Finanzinvestoren umfassen. Der frühere Handheld-Marktführer wurde zuletzt mit Übernahmespekulationen durch Motorola oder Nokia in Verbindung gebracht, wobei der Aktienkurs des Herstellers in den letzten Monaten um knapp 30 Prozent in die Höhe stieg. "Diese Gerüchte wollen wir im Moment weder bestätigen noch dementieren", erklärte Wolfgang Weiß, Palm Deutschland Marketing-Manager.

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Vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbs im Mobilfunksektor durch Nokia, Motorola und Research in Motion (RIM), geriet das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von nur zwei Milliarden US-Dollar unter Druck. Hinzu kommt, dass die Konkurrenz ähnlich dem Palm Treo Smartphone mit Alternativprodukten punktet und Apple dieses Jahr noch mit dem iPhone einen Durchbruch erzielen will. Die aktuellen Verkaufs- und Übernahmespekulationen kommen demnach nicht unbegründet: Bereits im Februar 2006 forderte der mit über sechs Prozent haltende Großaktionär Mark Nelson den Palm-Aufsichtsrat zum Verkauf der Firma auf. Seiner Meinung nach ist die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gebremst durch ein "langsames Innovationstempo sowie einem Mangel an Ideen und sinkenden Gewinnmargen". Vor drei Monate konfrontierte der schweizer Hedge-Fonds Sagio Investments den Aufsichtsrat mit ähnlichen Forderungen und beklagte den Börsenkurs.

Intern heißt es, dass Palm-Chef Ed Colligan das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr aus Unabhängigkeitsgründen ganz bewusst nicht verkaufen wollte. Ob sich dieser Vorsatz auf Grund der Marktkonkurrenz und der unruhigen Aktionärsbasis beibehalten lässt, wird sich zeigen. Derzeit scheint der Konzern zumindest vorhandene Strategiekonzepte weiter auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen.

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