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Autor: Frank Kabodt | 07.03.2007 - 11:00 | 0

Interview: Vodafone-Chef Joussen blickt in die Zukunft

Vodafone sieht sich am Markt gut aufgestellt und wird - nicht wie die Konkurrenz - eigene Billigmarken anbieten oder sein Netz auslagern. In einem Interview gab VF-Chef Friedrich Joussen einen Ausblick in die Zukunft des Netzbetreibers.

Interview: Vodafone-Chef Joussen blickt in die Zukunft

Vodafone wird in Deutschland kein Billigangebot unter eigenem Namen auf den Markt bringen. Wie Friedrich Joussen, der Chef des zweitgrößten deutschen Netzbetreibers gegenüber dem Tasgesspiegel mitteilte, sei die Marke "glasklar" aufgestellt: "Wir machen so etwas nicht", man habe eine hervorragende Qualität und sei spitze in Service, Innovationen und Technik, erklärte Joussen. Vodafone sei mit seinen Preisen wettbewerbsfähig, "wir brauchen uns nicht zu verstecken".

vodafone vorstand Jürgen von Kuczkowski & Friedrich P. Joussen

VF-Chef Friedrich Joussen | Vorstand Jürgen von Kuczkowski

Hinsichtlich der Angebote konkurrierender Netzbetreiber gibt sich Joussen selbstsicher, so hält er auch die Zehnsation - den neuen 10-Cent-Tarif von E-Plus - nicht für erfolgversprechend. "Wenn Sie kein gutes Netz und keinen guten Service bieten, dann müssen Sie mit den Preisen spielen". Dies sei die Strategie, die E-Plus fährt. Zudem bezweifelt er, dass sie mit dem Angebot erfolgreich Kunden aus dem Festnetz abwerben. Dafür sei der Tarif einfach zu teuer. "Für Mobilfunk ist das ein ordentliches Angebot, für das Festnetz aber völlig ungeeignet". Auch eine Auslagerung des Netzes, wie E-Plus es gerade getan hat, schließt Joussen für sein Unternehmen aus. Er begrüßte, dass Apple mit dem iPhone auf den Markt kommen will. "Ich sehe es gern, dass jemand mit einer hochwertigen Marke einsteigt", so der VF-Chef. Dies sei eine gute Bestätigung, dass man mit der Breitband-Technik UMTS in die richtige Richtung gehe. Weiß da etwa jemand mehr? Schließlich stellten die Amerikaner ihr iPhone im Januar ohne 3G-Unterstützung vor.

Heftig kritisierte er den Plan des Präsidenten der Bundesnetzagentur, neue Frequenzen für UMTS versteigern zu wollen. "Wir sind ein bisschen erstaunt", erklärte Joussen. "Alle die mitgesteigert haben, dachten, wir bekommen die Lizenzrechte jetzt zugeteilt". Warum das nun ein weiteres Mal über eine Versteigerung geht, wäre für ihn nicht zu erschließen. Mit acht Milliarden Euro habe man einen "ordentlichen Obolus" erbracht. Er habe sich schon an den Behördenpräsidenten Matthias Kurth gewandt.

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