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Autor: Frank Kabodt | 13.04.2007 - 13:49 | 0

eTel-Übernahme durch Telekom Austria genehmigt

Die österreichische Wettbewerbsbehörde hat der Übernahme von eTel durch den Marktführer Telekom Austria unter Auflagen zugestimmt. Die Konkurrenz ist entsetzt und sieht den Wettbewerb in der Alpenregion gefährdet.

eTel-Übernahme durch Telekom Austria genehmigt

Telekom Austria hat sich in einer außergerichtlichen Verhandlung mit der Bundeswettbewerbsbehörde über eine Übernahme des Konkurrenten eTel geeinigt. Um einen Wettbewerbsvorteil auszugleichen, sicherte das Unternehmen den Verkauf eines eTel-Glasfaserrings sowie die Rückgabe der WLL-Lzenzen (Wireless Local Loop) zu. Für die Telekom ist der Kauf ein Schnäppchen, knapp 90 Millionen Euro zahlt der Marktführer für den drittgrößten Anbieter des Landes.

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Bei der Konkurrenz stieß die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde auf Kritik. Nach Meinung von Berthold Thoma, Präsident des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und CEO des UMTS-Anbieters 3, habe man sich damit gegen den Wettbewerb entschieden. So verbiete das Kartellrecht Zusammenschlüsse, wenn zu erwarten sei, dass dadurch eine marktbeherrschende Stellung entstehe oder verstärkt werde. Es sei unverständlich, wie die Genehmigung dennoch zustande kommen konnte. Für den VAT seien die Auflagen der Telekom Austria ungenügend und einseitig, da sie sich lediglich auf die Infrastruktur bezögen und den Wettbewerb, die Kunden und den Markt nicht genügend beachteten. Auch der Tele2UTA-Chef Robert Hackl zeigte sich bestürzt: Die Genehmigung sei eine "Bankrotterklärung" für die Liberalisierung am heimischen Telekom-Markt und gehe zu Lasten der Kunden. Diese werden vermutlich nicht von ihrem Sonderkündigungrecht Gebrauch machen können, da eTel vorausichtlich erhalten bleiben soll.

Bereits im Vorfeld hatten sich die Konkurrenten kritisch geäußert. Sie befürchteten eine Abschwächung des Wettbewerbs und sahen die Marktöffnung für neue Anbieter in Gefahr. In der Vergangenheit konnte eTel selbst durch die Übernahme von mehreren kleinen Konkurrenten wachsen und den dritten Platz auf den österreichischen Telekom-Markt einnehmen.

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