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Autor: Frank Kabodt | 24.04.2007 - 10:16 | (2)

Bericht: Siemens sucht neuen Vorstandschef

Siemens sucht Berichten zufolge nach einem Nachfolger für Klaus Kleinfeld im Amt des Vorstandschefs. Im Zuge der Schmiergeld-Affäre des Münchner Konzerns wolle man einen Neuanfang auch an der Führungsspitze vollziehen, Wunschkandidat sei Linde-Chef Gerhard Cromme.

Der Aufsichtsrat von Siemens ist auf der Suche nach einer Ablösung von Vorstandschef Klaus Kleinfeld. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, sind "führende Mitglieder des Aufsichtsrates der Meinung, dass ein Wechsel an der Konzernspitze der richtige Weg für einen Neuanfang" sei. Josef Ackermann, Deutsche Bank-Chef und Mitglied im Aufsichtsrat des Münchner Konzerns, habe bereits Gespräche mit potenziellen Nachfolgern geführt. Wunschkandidat sei Linde-Chef Wolfgang Reitzle, der sein Unternehmen erfolgreich umgebaut und gestärkt habe.

Am Mittwoch wolle Ackermann die Frage der Nachfolge an ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, der in der vergangenen Woche als Nachfolger von Heinrich von Pierer bestimmt und auf der Sitzung zum Siemens-Chefkontrolleur bestellt werden soll, abgeben. Berichten zufolge sei die Gefahr in den Augen Ackermanns zu groß, dass eine Verbindung Kleinfelds in die Schmiergeld-Affäre entdeckt werden könnte, wenngleich es dafür keine Hinweise gibt. So ergab eine kürzlich abgeschlossene Untersuchung einer US-Anwaltskanzlei, dass "Kleinfeld lauf Bericht clean" sei. Dennoch werde nicht erwartet, dass der Vertrag des Vorstandschefs, der am 01. Oktober 2007 ausläuft, bereits am Mittwoch verlängert wird. Den Informationen zufolge sei es wünschenswert, am Mittwoch nicht über personelle Fragen entscheiden zu müssen und sie stattdessen auf der nächsten Aufsichtsratssitzung in drei Monaten zu klären. Zwar könnte Linde damit die Möglichkeit gegeben werden, einen Nachfolger für die eigene Führung zu suchen, Kleinfeld dürfte sich mit dieser Entscheidung jedoch nicht zufrieden geben.

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Kommentare
  1. 24.04.07 15:09 Spandau is toll (Gast)

    Kleinfeld hat im Grunde einen guten Job gemacht: Er hat Siemens gegenüber die
    Verpflichtung, dass das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll läuft und eine gute
    Rendite erzielt. Hat Klausi alles geschafft. Der Aktienkurs ist seit
    Jahresbeginn um 22 Prozent gestiegen > "Never touch a running system" würde
    auch hier ganz gut zutreffen.
    Und die Schuld an der BenQ-Geschichte würde ich
    Kleinfeld auch nicht geben. Siemens Mobile war unwirtschafltich, also musste
    eine Lösung gefunden werden. So einfach ist das in der Welt. Dass es so eine
    Wendung nahm, kann man ihm wohl nicht vorwerfen.

  2. 24.04.07 14:51 Bastian Albert (Team)

    Das ist schon komisch, dass der Nachfolger für die fehler seines Vorgängers
    bestraft wird. Aber das mit der BenQ- Geschicht war ja auch nicht optimal.

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