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Autor: AreaMobile Redaktion | 27.04.2007 - 09:35 | 0

Bundesnetzagentur eröffnet Zuteilungsverfahren für DVB-H

Das zur Fußball-WM gestartete Testprojekt für digitale Fernsehübertragung via DVB-H konnte die hoch angesetzten Erwartungen keineswegs erfüllen. Jetzt hat die Bundesnetzagentur das Frequenzzuteilungsverfahren eröffnet, um ein landesweites Angebot im DVB-H Standard noch im nächsten Jahr zu ermöglichen.

Bundesnetzagentur eröffnet Zuteilungsverfahren für DVB-H

"Nun wird ein entscheidender Schritt für das mobile Fernsehen in Deutschland getan," äußert sich Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, fast schon pathetisch zum Start des Frequenzzuteilungsverfahren. Zuvor hatten sich alle 16 Bundesländer für den Bedarf an Versorgung der deutschen Bevölkerung mit mobilen, multimedialen Rundfunkanwendungen im DVB-H-Standard ausgesprochen. Der Plan sieht nun vor, in allen Landeshauptstädten noch 2008 mit dem Netzaufbau zu beginnen. Spätestens zur Fußball-EM möchte man erneut die Bürger mit dem Service locken können - bei der WM im letzten Jahr war der Plan bereits gescheitet.

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Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth
steht dem mobilen Fernsehen optimistisch gegenüber

Ab 2009 sollen dann auch Stück für Stück alle Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern und zusätzlich die vier einwohnerstärksten Städte in jedem Bundesland mit mehr als 100.000 Bewohnern versorgt werden. Die Verfahrensweise der Zuteilung entspricht dem des bereits für etwa zwei Drittel der Bevölkerung empfangbaren terrestrischen Fernsehen DVB-T: die Bundesnetzangentur stellt die für den Aufbau der Sendernetze erforderlichen Frequenzen zeitgerecht zur Verfügung und teilt sie an den von ihr auszuwählenden Sendernetzbetreiber zu. Kurth: "In Europa sind wir mit der Eröffnung des Zuteilungsverfahrens in der Spitzengruppe und stellen damit die Innovationsfähigkeit unseres Markts für Mediendienste unter Beweis." Auch Experten erwarten, dass mit der Erweiterung durch DVB-H eine Steigerung der Attraktivität der neuen Angebotsform erreicht wird. Dies wird jedoch nur geschehen, wenn auch die Netzbetreiber mitspielen und für ausreichend attraktive Endgeräte sorgen, sowie die Kosten für mobiles Fernsehen in einen vernünftigen und überschaubaren Rahmen bringen.

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