Erst liefert Motorola mit den Absatzzahlen für das erste Quartal 2007 keine rosigen Aussichten vor und jetzt folgt ein drastischer Stellenabbau im Werk in Flensburg. Wenig Innovation und eine schlechte Marktausschöpfung sind nur zwei der Gründe für eine Krise des US-Herstellers.
Nach positiven Meldungen zu Motorola sucht man in letzter Zeit eher vergeblich. Im April legte der US-Hersteller seine Verkaufszahlen für das erste Quartal 2007 vor und die waren nicht gerade rosig. Ein Rückgang von knapp 580 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr wurde verzeichnet. Mit Schuld daran sind sicherlich die eintönigen und bereits seit langen nicht mehr innovativen Handys, in der Mobilfunksparte musste eine Einbuße um 15 Prozent eingestanden werden. Und wenn der Verkauf nicht stimmt, schnallt der Amerikaner gern den Gürtel enger und versucht zu sparen, wo es nur geht.
Zu spüren bekommen das nun die Mitarbeiter im Werk in Flensburg. Noch im Laufe des Jahres sollen dort mindestens 230 Leute entlassen werden. Ob die Werke in Berlin, München und Taunusstein auch noch dem Rotstift zum Opfer fallen werden ist bisher zwar nicht bekannt, Gerüchte über eine mögliche Schließung weist Deutschland-Chef Ralf Gerbershagen jedoch entschieden zurück. Mit der Flensburger Fertigungsstätte ist 1998 eine der modernsten Anlagen Europas in Betrieb genommen worden, die Zusammensetzung der UMTS-Geräte soll nun allerdings komplett ins kostengünstigere Asien verlagert werden. Lediglich die Bereiche Verpackung und Distribution bleiben am Standort.
Die entlassenen Mitarbeiter sollen in einer Transfergesellschaft aufgefangen werden, Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann bot an, eine "arbeitsplatzbezogene Hilfestellung" zu geben. Denn zusätzlich zu der Fertigung wird ebenfalls die Sparte Logistik und Transport mit weiteren 650 Flensburger Beschäftigten ausgelagert. Gerbershagen betonte jedoch, dass man bei den Verhandlungen darauf achten werde, dass möglichst viele der Mitarbeiter vom neuen Logistik-Partner übernommen werden. Vielleicht wäre ein neuer Slogan bald angebracht: Hello Moto - Goodbye Germany!
Tut mir zwar leid für einige Mitarbeiter,aber ich halte von diesem eh nicht
viel.Habe selber dort gearbeitet und verspüre eine Art von Schadenfreude.Das
arbeiten dort ist absolut unmenschlich.Vorgesetzte pöbeln ihre Arbeiter so
dermaßen an das viele Angst haben zur Arbeit zu kommen.Die Leute von den
Zeitarbeitsfirmenwerden sowas von verheizt,das kann mann sich garnicht
vorstellen.Nur die Stückzahl zählt,der Mensch ist dort Dreck.Es sind sogar Leute
am Fließband zusammengebrochen weil es hies "Tempo,Tempo!!Wir brauchen
Stückzahl"...sind dann mit Krankenwagen abgeholt worden.Am nächsten Tag hatten
sie die Kündigung im Postkasten.Man man...ich könnte noch mehr schreiben,lasse
es aber lieber.GOODBYE MOTO!!!!
Es war ja leider nicht die erste Kürzung in
Flensburg:
[url]http://www.heise.de/newsticker/meldung/43567[/url]
Und bitte: Während
ich das fehlende "t" bei statt noch als Versehen beim Tippen abtue,
"subventionieren" mit "w" und "sanktionieren" mit "z" tun weh... :(
Herr Austermann sollte eventuell stat subwenzionieren sankzionieren z.B.
Motorola darf an keiner einzigen öffenlichen Auschreibung in Deutschland
teilnehmen.
es ist sehr schade um die mitarbeiter aber bei der eintönigen produktpalette
waren die folgen ja unvermeidlich...
Schade, sehr schade. Auch schade ist, dass die Motorola Mitarbeiter in den
Medien weniger präsent sind als die von Siemens. Das sind zwar "nur" ca. 880
Leute, aber denen geht es jetz auch nicht besser...
Wer ausser Nokia
produziert jetzt eigentlich noch Handys in Deutschland?
Hallo Phasio, was heißt hier unvermeidlich Leute zu entlassen, vielleicht sollte
man die Verantwortlichen für die magere Produktpalette mal oben in der
Führungsspitze suchen und entlassen (ohne Bonus und Millionengeschenke)und
nicht die kleinen Mitarbeiter am Band die jahrelang alles gegeben haben.