Die Open Mobile Alliance, ein Zusammenschluss von über 35 Unternehmen, die die Entwicklung von mobilem Fernsehen vorantreiben wollen, hat erste technische Einzelheiten für einen globalen, netzwerkübergreifenden Standard veröffentlicht, mit dem sowohl MobileTV als auch interaktive Dienste möglich sind. Die Spezifikationen müssen noch getestet werden, dann kann OMA BCAST 1.0 endgültig als Standard verabschiedet werden.
Mobiles Fernsehen hat es nicht leicht. Mit DVB-H und DMB streiten sich nicht nur zwei Standards um die Gunst der Zuschauer, das System ist zudem hochgradig aufgesplittert in Sendeanstalten, die die Programme liefern, Ausrüster, die die entsprechende Technik anbieten, über Anbieter die die Kanäle zum Kunden schicken wollen bis hin zu den Herstellern von Mobiltelefonen mit TV-Empfangsmöglichkeit. Bislang musste jeder sein eigenes System aufbauen und schauen, wie sich seine Plattform mit den Systemen der anderen verbinden lässt.
DVB-H-Handy Nokia N77
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Die Integration der Systeme bis hin zum Kunden könnte nun etwas einfacher werden. Die Open Mobile Alliance (OMA) hat ihre erste Spezifikation für mobiles Fernsehen, Mobile Broadcast 1.0 (BCAST), veröffentlicht. BCAST erlaubt die Entwicklung einer Standard-Plattform, über die Drittanbieter auf verschiedenen Wegen, seien es DVB-H oder UMTS, ihre Inhalte auf mobile Endgeräte schicken können. Sie ist kompatibel mit allen IP-basierten Plattformen. Des weiteren spezifiziert der Standard den Schutz der Inhalte mittels OMA-DRM oder Smartcards und umfasst auch Lösungen für interaktive Dienste, wie Video-on-Demand. Diese Spezifikationen können nun von den Dienstanbietern und Herstellern in ihre Produkte integriert werden. Nach weiteren Tests der Services und Geräte zur Interoperabilität wird die HandyTV-Spezifikation als "Candidate Release" veröffentlicht, als feststehender Standard.
OMA BCAST wurde ursprünglich von Samsung entwickelt, von der Open Mobile Alliance als beste Lösung übernommen und zu einem globalen Standard weiterentwickelt, der über Landesgrenzen, Geräte und Netzwerke hinweg funktionieren soll. Mehr als 35 Unternehmen, so die OMA, seien an der Entwicklung beteiligt gewesen, darunter Netzbetreibern und Hersteller von Endgeräten.
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