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Autor: Frank Kabodt | 25.06.2007 - 12:18 | (3)

Großaktionär fordert Zerschlagung der freenet AG

Der britische freenet-Großaktionär Hermes sorgt beim Hamburger Service-Provider für Unruhe. Demnach fordert der Finanzinvestor die Zerschlagung und den teilweisen Verkauf des Unternehmen. Diese Pläne stoßen bei freenet allerdings auf Widerstand - zumal die Fusion mit mobilcom nur fünf Monate zurück liegt.

Großaktionär fordert Zerschlagung der freenet AG

Der Service-Provider freenet AG steht unter Druck. Medienberichten zufolge fordert der Großaktionär Hermes, der mit knapp fünf Prozent am Unternehmen beteiligt ist, die Zerschlagung und den teilweisen Verkauf mehrerer Konzernbereiche. Grund dafür seien Versäumnisse bei der Übernahme möglicher Konkurrenten gewesen, für freenet gebe es jetzt "nichts mehr zu kaufen", so Stephan Howaldt, Vorstandsvorsitzender von Hermes gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Für den Freenet-Vorstandschef Eckard Spoerr kommt eine Ausgliederung nicht in Betracht: Man habe 18 Monate für die Fusion von mobilcom und freenet gekämpft. "Diese jetzt rückgängig zu machen und Teile des Konzerns zu verkaufen ist nicht im Sinne des Unternehmens", so der Manager. Die Zusammführung von freenet und mobilcom würde fortgeführt, schließlich müsse der Vorstand nicht nur die Interessen der Aktionäre berücksichtigen, sondern auch die Belange der rund 3.600 Mitarbeiter vertreten. Für Howaldt führt kein Weg an einer Zerschlagung vorbei: "Der Vorstand müsse die Augen öffnen und andere strategische Optionen prüfen", zur Disposition stünden die Bereiche Mobilfunk und Internet. Interessant wäre auch eine Fusion mit der Drillisch AG, die bereits zu acht Prozent am Hamburger Provider beteiligt ist. Howaldt gibt sich zuversichtlich, dass auch andere Großaktionäre dieser Strategie folgen würden. "Ich wäre überrascht, wenn andere Aktionäre nicht ähnlich denken würden wie wir".

Rückendeckung erhält Spoerr von der Vatas Holding, mit 18,7 Prozent der größte Anteilseigner der freenet AG. Mit näheren Verkaufsplänen wird am 20. Juli auf der Hauptversammlung zu rechnen sein. Howaldt kündigte bereits Gegenanträge bei den Neuwahlen zum Aufsichtsrat an, falls das Unternehmen nicht auf den wachsenden Druck reagiere. Die Fusion von freenet und mobilcom kam erst im Frühjahr 2007 zustande, der Umsatz des fusionierten Unternehmens beläuft sich auf zwei Milliarden Euro.

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Kommentare
  1. 25.06.07 16:13 Förster (Gast)

    Man kann Spoerr Durchhaltevermögen wünschen und dass der Blick auf die
    Belegschaft erhalten bleibt

  2. 25.06.07 14:03 Aguilera (Gast)

    ja so werden die deutschen firmen ausgebeutet und zerschlagen, alle gefeuert,
    dann zieht sich das unternehmen zurueck und macht alles mit der gemopsten
    technologie selber.
    siehe benq.

  3. 25.06.07 12:38 Anonymous (Gast)

    schande. die heuschrecken kommen jetzt nicht aus ami-land sondern aus england.
    genauso schlimm. die sehen echt nur das geld, nicht die leute, die hinter dem
    unternehmen stehen. der regierung muss den einstieg ausländischer unternehmen,
    besonders von sog. finanzinvestoren, echt besser regulieren.

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