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Autor: Andreas Seeger | 02.08.2007 - 18:36 | (1)

Synchronica kündigt kostenlose Exchange-Unterstützung über IMAP IDLE an

IMAP IDLE? Spätestens seit der iPhone-Hysterie dürfte die diese Buchstabenkolonne ihre Botschaft an eine breitere Schicht von Interessenten transportieren. Synchronica kündigt heute an, den Zugriff auf Exchange-Postfächer via IMAP IDLE-fähigen Handys zu erlauben. Sie haben kein iPhone, kein Exchange-Postfach und fast nur Bahnhof verstanden? Weiterlesen lohnt sich trotzdem - wir erklären, was dahinter steckt.

Synchronica kündigt kostenlose Exchange-Unterstützung über IMAP IDLE an

Zauberwort IMAP IDLE. Mit diesem E-Mail-Serverstandard werden Nachrichten nicht a la BlackBerry in Echtzeit aufs Handy "gepushed", aber ähnlich Microsofts ActiveSync in definierbaren Intervallen mit dem Server abgeglichen. Bei entsprechend kurzen Intervallen entsteht somit ein BlackBerry-ähnliches Echtzeitgefühl - einige Minuten Verzögerung werden die wenigsten Nutzer in einen bedrohlichen Informationsengpass stürzen. Aber was macht ein Nutzer, der mit der "Mutter aller Handys" - dem iPhone - auf das Exchange-Postfach seiner Firma zugreifen möchte?

Synchronica Mobile Gateway Screenshot

Foto: AMB | Synchronica Mobile Gateway / Web-Oberfläche

Erinnern wir uns: erst vor wenigen Tagen verkündete Synchronica plc, E-Mails im Rahmen des hauseigenen Mobile Gateways 3.0 aus Microsoft Exchange auch auf das iPhone von Apple liefern zu können. Überbrückt wurde damit nicht mehr und nicht weniger als die Kluft zwischen Exchange-Postfächern und Smartphones, die nicht kompatibel zu Microsofts ActiveSync-Konzept sind, sich dafür aber auf IMAP IDLE verstehen. Synchronicas Middleware Mobile Gateway fügt sich lückenlos in die IT-Infrastruktur im Unternehmen ein und erfordert keine Zugriffe auf die IMAP- und SMTP- Einstellungen auf dem Exchange Server. Sicherheitsbedenken seitens der IT-Administratoren sind daher weitestgehend unbegründet. Zum Zugriff auf die EMails auf dem Server nutzt das Gateway stattdessen den sicheren Outlook Web Access (OWA) von Microsoft, der bereits von vielen Firmen eingesetzt wird, um den Mitarbeitern von einem mobilen PC aus Zugang zu ihren geschäftlichen Mails zu verschaffen.

Die wenigen deutschen iPhone-Nutzer, die ihr Kulthandy mit dem Exchange Server der Firma koppeln möchten, können sich unter www.synchronica.com für einen 60 Tage währenden Testzugang registrieren. Danach wird laut Synchronica eine Option zum Wechseln zu einer kommerziellen Lösung angeboten, die dann von einem Service Provider stammen wird. Hier verbirgt sich die eigentliche Überraschung.

Synchronica Posteingang iPhone

Foto: IDLE-Posteingang auf Sony Ericsson P1iFoto: IDLE-Posteingang auf Apple's iPhone

Denn abseits von iPhone und Exchange ist Synchronicas Mobile Gateway kompatibel zu zahllosen Handys von Nokia bis Sony Ericsson. Die damit verbundenen Nachrichten- und Synchroniserungsdienste werden bisher aber in erster Linie Netzbetreibern angeboten, die diese an ihre Mobilfunkkunden lizensieren sollen. Während Synchronicas Geschäftskonzept bislang ausschließlich außerhalb von Europa aufgeht - außer einigen karibischen Netzbetreibern konnte sich kaum ein Operator für die Vorzüge der drahtlosen Synchronisation erwärmen - wollen die deutschstämmigen Spezialisten ihren Service nun Endkunden weltweit ohne Umwege über einen Netzbetreiber anbieten. Beschreitet da einer die Pfade von ThinPrint, dessen unter der neuen Marke "Cortado" gelaunchter gleichnamiger IMAP IDLE-Dienst in einer eingeschränkten Version (Cortado Free) auch Ottonormalnutzer zur Verfügung steht?! Wir spekulieren mutig: von Synchronica kann man in naher Zukunft mehr Präsenz auf dem Privatkundenmarkt erwarten - mit erfreulichen Folgen für den EMail-affinen Handynutzer.

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Kommentare
  1. 03.08.07 19:16 Anonymous (Gast)

    Ne Witznummer! Ich wollte Preise wissen und den support anschreiben. Warum MUSS
    ich da eine Company angeben?
    Vielleicht kann mir einer der lesenden genau sagen
    wie ich meinen curve einrichte.
    Ich würd ja gerne aber bekomme es nicht
    gebacken.

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