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Autor: Rene Melzer | 23.08.2007 - 07:53 | (1)

Qualcomm präsentiert neuen 3D-Chip für Handys

Anlässlich der Games Convention zeigt Qualcomm einen neuen 3D-Beschleuniger für Handys. Die Q3Dimension getaufte Technologie soll für flüssigen Spielspaß und eine bessere Darstellung von dreidimensionalen Spielen sorgen. Zugleich dekodiert der Chip Audio- und Video-Daten.

Qualcomm präsentiert neuen 3D-Chip für Handys

Der integrierte 3D-Chip, in Computern und Spielekonsolen bereits der Normalfall, soll nach Vorstellung von Qualcomm auch in Mobiltlefonen unverzichtbarer Bestandteil werden. Denn bis heute reicht die Leistung der Prozessoren nicht aus, um komplexe, dreidimensionale Welten, wie sie bei Handyspielen gefragt sind, in Echtzeit zu berechnen. Mit den 3D-Beschleunigern könne bereits in naher Zukunft die Grafik des Handys mit dem Niveau einer XBox 360 mithalten, so ein Sprecher von Qualcomm.

neocore qualcomm demo

Qualcomms Demo-Spiel für den 3D-Chipsatz: Neocore

Ganz so neu, wie Qualcomm es weismachen will, sind 3D-Komponenten nicht. Viele Multimedia- und High-End-Geräte besitzen heute schon die Hardware-Beschleunigung. Ein auf die Grafikanwendungen spezialisierter Chip entlastet den Prozessor nicht nur bei der Berechnung von Spieleoberflächen, er übernimmt in der Regel auch die Darstellung von Videobildern und unterstützt das Rendern von Kamerabildern. Der von Qualcomm auf der Games Convention Developer Conference vorgestellte Chip stößt jedoch in neue Dimensionen vor. Die Q3Dimension-Technologie kann bis zu 4 Millionen Polygone mit bis zu 133 Millionen Pixeln pro Sekunde darstellen, bei einer Displayauflösung von maximal 640x480 Pixeln. Die in den aktuellen N- und Eseries eingesetzte Plattform OMAP2420 von Texas Instruments schafft mit 2 Millionen Polygonen die Hälfte.

Die Leistung des 3D-Beschleunigers demonstriert Qualcomm anhand einer Demo des Handyspiels Neocore. Die Demo läuft mit flüssigen 36 fps und zeigt Partikel- und Bumpmapping-Effekte sowie 2,33 MB an Texturen. Die 3D-Wiedergabe erfolgt entweder auf Basis von OpenGL-ES oder auf einer mobilen Version von Direct3D, wie sie Smartphones mit Windows Mobile verwenden. Neben Grafik dekodiert der Chip auch Filme im Format MPEG4 AVC (H.264) sowie MP3- und AAC(+)-Songs. Diverse Prototypen mit dem Qualcomm-Chipsatz sind auf der Messe zu sehen, wann jedoch erste Handys mit den fortschrittlichen Spielefähigkeiten auf den Markt kommen, konnte der Hersteller nicht beantworten.

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Kommentare
  1. 23.08.07 11:07 Anonymous (Gast)

    Langsam kommt endlich Bewegung in den Markt, obwohl die Leistungsdaten auch
    keinen mehr vom Hocker hauen. PowerVRs SGX Grafikkern, den TI für seinen OMAP3
    Chipsatz (sehen wir wahrscheinlich nächstes Jahr bei Nokia) lizensiert hat, kann
    je nach Konfiguration bis zu 13,5 Millionen Polygone pro Sekunde rauspumpen.
    Da
    kann die von ATI lizensierte Technik bei Qualcomm nicht mithalten. Ausserdem
    finde ich TI deutlich sympathischer als Qualcomm... ;)

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