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Autor: AreaMobile Redaktion | 14.10.2007 - 12:07 | 0

Red Five Labs entwickelt .NET-Framework für Symbian-Smartphones

Wenn eine Anwendungsplattform erfolgreich sein will, muss sie vor allem eines sein: verbreitet. Denn nichts wurmt einen Entwickler mehr als potenzielle Kunden, die mit seiner Software nichts anfangen können, weil sie sie auf ihrem System nicht läuft. Lautete der mobile Schlüssel zu diesem Problem bislang Java, könnte jetzt ein angekündigtes .NET-Framework für S60-Handys Entwicklern eine neue Perspektive öffnen.

Red Five Labs entwickelt .NET-Framework für Symbian-Smartphones

Microsofts .NET-Framework ist ein indirektes Konkurrenzprodukt zu Suns Java-Plattform: eine abstrahierte Entwicklungsbasis, die man potenziell auf allen denkbaren Chipsets und Betriebssystemen zum Laufen bringen kann. Nach dem Sandbox-Prinzip stellt .NET Applikationen eine Umgebung zur Verfügung, in der sie unabhängig von System und Hardware laufen können. Kommerziell einsetzbare .NET-Plattformen laufen heute aber trotz aller Anstrengungen, Microsofts Ansatz auch beispielsweise auf Linux-Boxen zum Laufen zu bekommen, nahezu ausschließlich auf Windows-Servern, -Rechnern und -Smartphones. Keine guten Vorzeichen, wenn man ganz Java-like seine Programme einer möglichst breiten Basis von potenziellen Kunden zur Verfügung stellen will.

Im Rahmen der nächste Woche stattfindenden Symbian Smartphone Exhibition stellt das südafrikanische Unternehmen Red Five Labs seine auf Symbian lauffähige .NET-Implementierung Net60 vor, die wie der Name schon vermuten lässt, zunächst für Nokias S60 angepasst wurde. Auf Basis von Net60 können .NET-Programme damit auch auf neueren S60-Smartphones ablaufen; Voraussetzung ist die dritte Edition des Betriebssystems, wie man sie beispielsweise auf E- und Nseries-typischen Endgeräten seit der Modellgeneration von N91, E61 oder N73 findet.

Red Five Labs Plattform Diagramm .NET

Quelle: Red Five Labs | .NET-Architektur auf Symbian

Red Five Labs implementiert alle grundlegenden Servicemodule, auf die sich ein .NET-Entwickler und seine Software verlassen können: JIT-Compiler, Garbage Collector, Debugger und UI-Toolkits, die jede .NET-Anwendung mit einem zielsystemtypischen Look and Feel versehen, gehören standardmäßig dazu. Zu den implementierten Klassenbibliotheken zählen u.a. System.*, .Net.*, .IO.*, .Threading.*, Collections.* sowie die UI- bzw. Grafikbibliotheken System.Windows.* und .Drawing.*, die XML-Helfer .XML.* und die Klasse .Web.Services..

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