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Autor: Markus Goebel | 16.10.2007 - 14:39 | 0

Nokia N810 Internet Tablet noch in diesem Monat?

Die Anzeichen verdichten sich, dass Nokia bald den Nachfolger seines Internet Tablets N800 präsentiert. Eine Pressemitteilung des Hiphop-Plattenlabels Island Def Jam Music lädt zu einer Party in San Francisco ein, bei der auch ein Gerät mit dem Namen "Nokia N810 Internet Tablet" vorgeführt wird.

Nokia N810 Internet Tablet noch in diesem Monat?

Die Anzeichen verdichten sich, dass Nokia schon bald den Nachfolger seines Internet Tablets N800 präsentieren wird. Allerdings ist die Art der Ankündigung mehr als eigenartig: Eine Pressemitteilung des Hiphop-Plattenlabels Island Def Jam Music lädt für den 23. Oktober 2007 zu einer Party in San Francisco ein, bei welcher eigentlich IDJ RADIO vorgestellt wird, eine Art Radio übers mobile Internet mit Musik-Streams fürs Handy. Ganz nebenbei heißt es aber auch in der Meldung, dass auf der Party Nokias mobile Filesharing-Platform Mosh und das N810 Internet Tablet vorgeführt werden. Über die Features des N810 lässt sich nur spekulieren, aber wahrscheinlich ist es mit der mobilen Breitband-Funktechnik WiMAX ausgestattet. Schon im September hatte Nokia auf der Fachmesse WiMAX World in Chicago verkündet, dass sie in die Nachfolger ihrer Internet Tablets Nokia 770 und N800 den Wimax-Chip Baxter Peak von Intel einsetzen wollen. Vielleicht sogar als Ersatz für den bisher verwendeten drahtlosen Internet-Zugang per WLAN.

Nokia N800

Nokia N800 - Internet-Tablet mit Linux, Touchscreen und WLAN

Auf dem Broadband World Forum Europe in der vergangenen Woche in Berlin sagte Moty Rosenbaum, Vertriebsmanager des weltgrößten WiMAX-Ausstatters Alvarion, während eines Interviews mit Areamobile, dass es "eine WiMAX-Version des N800 gibt, die aber anders heißen wird und Mitte 2008 in die Läden kommen soll". Weitere Details werden vielleicht von Nokia auf der Symbian Smartphone Show veröffentlicht, die heute in London beginnt. WiMAX bietet einen schnellen, drahtlosen Internet-Zugang bei großer Reichweite. In Tests erreichte die Funktechnik Datentransferraten von bis zu 108 Mbit/s über eine Entfernung von 50 Kilometern. In der Praxis werden solche Größen zwar nicht erreicht, weil Gebäude die Übertragung dämpfen und die Bandbreite zwischen mehreren Nutzern geteilt werden muss, aber trotzdem entwickelt sich WiMAX zu einer Konkurrenz für den 3G-Mobilfunk.

In den USA hat der Mobilfunker Sprint Ende September seinen WiMAX-Service Xohm für eine begrenzte Nutzergruppe gestartet. Er baut auf dem mobilen WiMAX-Standard 802.16e auf und ermöglicht in ganz Chicago sowie den umliegenden Vorstädten Downloadraten von 2 bis 4 Mbit/s und Uploads von 1 bis 2 Mbit/s. Auch der nahtlose Handover zwischen verschiedenen Funkzellen ist möglich, so dass Voice-over-IP-Telefonate ohne Unterbrechung geführt werden können, selbst wenn man sich im Zug oder Auto fortbewegt.

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