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Autor: Frank Kabodt | 20.11.2007 - 13:09 | 0

Keine Einigung: United Internet beendet Freenet-Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen United Internet und der Freenet AG sind gescheitet. Bereits am Montagabend hatte United Internet die Gespräche mit dem Service-Provider abgebrochen, die Pläne für ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Drillisch AG sind davon nicht beeinflusst. In den vergangenen Monaten hatten United Internet und Drillisch auf eine Zerschlagung von Freenet gedrängt.

Keine Einigung: United Internet beendet Freenet-Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen dem Service-Provider United Internet und dem Telekommunikationsunternehmen Freenet AG über eine strategische Partnerschaft wurden abgebrochen. Dies teilte United Internet bereits am Montagabend in einer Börsenmeldung mit. Davon unberührt bleibt allerdings die Vereinbarung mit der Drillisch AG über eine gemeinsame Holding-Gesellschaft.

Der Verhandlungsabbruch kommt ebenso kurzfristig wie überraschend. Zwar hatte United-Internet-Chef Ralf Dommermuth in der vergangenen Woche betont, dass die Übernahme der Freenet AG nicht eile, da die Beteiligung "kein kurzfristiges Geschäft" sei, mit einer Beendigung der Gespräche war jedoch nicht zu rechnen. Im September hatte die United Internet AG, zu deren Kerngeschäft die Anbieter 1&1, GMX und WEB.DE zählen, zusammen mit der Drillisch AG angekündigt, die Freenet AG über ein Gemeinschaftsunternehmen übernehmen zu wollen.

In den vergangenen Monaten hatte sich Drillisch-Chef Paschalis Choulidis mehrfach für eine Zerschlagung der Freenet AG ausgesprochen. Seiner Ansicht nach müsse Freenet zum richtigen Zeitpunkt Werte realisieren, bevor sie wieder verschwunden sind. Im August 2007 hatte Drillisch unter Vorbehalt der Freigabe durch das Kartellamt mitgeteilt, die Beteiligung an Freenet um weitere 18,49 auf 28,56 Prozent auszubauen und damit den Einfluss auf die Hamburger Konkurrenz zu stärken. Der Kaufvertrag für das Aktienpaket wurde mit der Vatas International BV geschlossen, die bisher mit 18,7 Prozent an der Freenet AG beteiligt war.

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