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Autor: Rene Melzer | 05.12.2007 - 11:12 | (4)

Mobilfunk-Hotlines: Das Universum der Inkompetenz

Die Möglichkeiten moderner Handys gehen weit über Telefonate und SMS hinaus. Doch die Einrichtung von Mobiltelefon und Tarif für die Nutzung zusätzlicher Dienste kann sehr kompliziert sein. Wer Hilfe und Beratung bei der Hotline seines Anbieters sucht, trifft laut einer aktuellen Studie häufig auf Inkompetenz und Unfreundlichkeit.

Mobilfunk-Hotlines: Das Universum der Inkompetenz

UMTS, HSDPA, WLAN, HTML-Browser - das mobile Internet hält auch auf dem Handy seinen Einzug. Doch vor dem Abruf von Fußballergebnissen oder dem schnellen Check des Fahrplans stehen komplizierte Konfigurationen, eine Mauer aus Fachchinesisch und ein Dschungel an Tarifen. Die Hotlines der Mobilfunkunternehmen sollen den Weg ins Netz schnell und unkompliziert gestalten. Soweit die Theorie.

Wie es in der Praxis aussieht, hat jetzt das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) im Auftrag der Fernsehzeitschrift "tv14" untersucht. Per E-Mail, Telefon und Web-Formular wurden 629 verdeckte Anfragen an 17 Mobilfunkanbieter gestellt und die Antworten ausgewertet. Die Themen drehten sich um Tariffragen, technische Probleme, etwa wie die Einwahl ins Internet funktioniert, aber auch Fragen zur Sicherheit, zum Beispiel beim Versand von E-Mails. In einer weiteren Runde forderten die Tester Tarifangebote für die beiden Nutzungsprofile Viel- und Wenignutzer an. Das Ergebnis ist ernüchternd. Statt Hilfe und Beratung finden die Kunden häufig Inkompetenz und Ignoranz. Nur 3 der 17 untersuchten Unternehmen haben so gut geschulte Mitarbeiter, dass die Tester die Note „gut“ vergeben konnten. Am häufigsten wurden die inhaltliche Verständlichkeit der Beratung und die Freundlichkeit der Servicekräfte bemängelt. Es wurde auch falsch oder schlicht gar nicht beraten, was bei Hotlines, die bis zu 1,24 Euro die Minute kosten, ein teurer Fehler ist. So wurde mehrfach verneint, dass Internet mit dem Handy möglich sei und Tarife mussten oft von den Agenten erst recherchiert werden.

Noch schlechter sieht es bei E-Mail-Anfragen aus. Ein Viertel der verschickten Anfragen wurde erst gar nicht beantwortet. Kommt doch mal eine Antwort zurück, was im Durchschnitt zweieinhalb Tage dauert, werden Fragen nicht vollständig beantwortet, auch ein direkter Ansprechpartner für Rückmeldungen wurde den Testern selten mitgeteilt. Es ist vom Zufall abhängig, an welchen Mitarbeiter man gerät und es dauert doppelt so lange wie in anderen Branchen, bis eine Antwort-Mail eingeht. Der "Einäugige unter den Blinden" ist o2. Der Netzbetreiber bietet insgesamt den besten Kundenservice über Telefon, E-Mail und Internet. Bei der telefonischen Beratungskompetenz schneidet E-Plus am besten ab. Rechnet man zum Service das Tarifangebot hinzu, steht simyo auf dem Siegertreppchen ganz oben.

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Kommentare
  1. 05.12.07 19:25 Ditmar (Gast)

    Der beste Support ist Online Chat mit einem Kundenbetreuer - dann hat der
    Betreuer die Zeit die Antwort zu überlegen und wenn er keine Ahnung hat jemanden
    zu fragen ohne dem Kunden inkompetent zu erscheinen. Außerdem formuliert der
    Kunde die Frage präzise, weil er beim Schreiben Zeit zum Uberlegen hat und so
    ein Chat kostenlos ist.

    Ich hatte über so einen Chat immer alle Probleme
    gelöst bekommen. Deswegen achte ich jetzt, dass es angeboten wird. Als Beispiele
    guter Chats sind Alice und Callmobile

  2. 05.12.07 12:48 talaga7

    Hallo,

    ich habe einige Wochen bei der E-Plus Hotline gearbeitet. Die Schulung
    war professionell und nach 4 Wochen Schulung war ich wirklich fit fuer den
    Kunden.

    Auch als Kunde habe ich einige Male mit der E-Plus Hotline
    telefonieren muessen.

    Immer freundlich und kompetent. So muss eine Hotline
    funktionieren.

    Gruss
    talaga7

  3. 05.12.07 12:04 Anonymous (Gast)

    Ich finde diese Aussagen sehr frag würdig den es wird konkretisierung vermieden!
    1) Welche Unternehmen wurden befragt, welche fragen wurden gestellt und warum
    kann man den test wenn er von der DISQ gemacht wurde nicht auf deren
    Internetseite (wie alle anderen Test die sie gemacht haben) einsehen?

    Finde
    ich persönlich sehr komisch und frag würdig

  4. 05.12.07 11:43 Anonymous (Gast)

    Ich war Online-Kunde von o2 und hatte schriftlich gekündigt. Etwa 1 Monat vor
    Ablauf der Vertragslaufzeit rief mich ein o2-Mitarbeiter an und wollte wissen,
    ob ich nicht verlängern möchte. Die Frage hatte ich verneint.

    Nach einer
    Woche finde ich in meinem Briefkasten eine Nachricht von o2, dass sie sich über
    meine Vertragsverlängerung freuen. Da ich Online-Kunde WAR musste ich die teure
    Kundennummer anrufen. Beim ersten Telefonat wurde mir von einer Mitarbeiterin
    nach etwa 4 Minuten gesagt, man würde mich verbinden. Nach weiteren 2 Minuten
    brach die Verbindung ab. Beim zweiten Telefonat war wieder Warten angesagt.


    Letztlich hab ich dann mit drei Leuten telefoniert, bis man mir sagte, dass
    es sich um einen Fehler bei o2 handelte und mein Vertrag gar nicht verlängert
    wurde. Für diese Nachricht habe ich 10 Euro bezahlt.

    Danke o2 !

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